Unsere Shisha für unsere Leut‘!

23. Dezember 2019

shisha.png

Shishademo
Shisha-Demonstrant in Wien (C)Sueda Altinay

Von Sueda Altinay

„Wir wollen die Shisha zurück!“, „Ausnahme für die Shisha“ und „Unsere Shisha für unsere Leut‘!“ waren nur einige Slogans auf der Shisha Demonstration am Freitag den 13. Dezember gegenüber der SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße.

Die Demonstration wurde vom VSBÖ – Verband der Shisha-Bar-Betreiber Österreichs - organsiert, um gegen das Rauchverbot zu protestieren. Seit 1. November gilt das Rauchverbot in Lokalen und betrifft somit auch die Wasserpfeife, wodurch viele Shisha-Lokale in den Ruin getrieben werden.

„Ich verstehe nicht, warum es keine Ausnahmegesetze für Shisha-Lokale gibt“, so Deniz – ein leidenschaftlicher 18-jähriger Shisha-Konsument. Die Lokale, in denen man seine Wasserpfeife genüsslich rauchen kann, seien bereits zu einem Kult geworden. Dass diese geschlossen werden, sei eine Schande.

Neben zahlreichen Plakaten stellte der VSBÖ auch Krapfen, Punsch und – natürlich – gratis Shishas zur Verfügung. Das Publikum war bunt. Von jungen Leuten mit Migrationshintergrund und Shisha rauchenden älteren Männern in Anzug bis zu protestierenden Frauen war alles dabei. Mehrere hundert Demonstranten nahmen an der Demonstration teil und setzten sich für eine Ausnahmeregelung ein.

Gesetzeslücken und Shishavereine

Die Shisha-Bar-Betreiber dehnten die Gesetze seit dem 1. November ziemlich aus. Viele Lokale, die einen Gastgarten besitzen, stellten Heizkörper, Decken und Zelte zur Verfügung, um dort ihre Shisha verkaufen zu können.

Andere gründeten Shishavereine und meldeten ihr Lokal als solches an. Somit waren sie nicht mehr ein Teil der Gastronomie und waren von dem Gesetz ausgeschlossen. – Das heißt, mit diesem Ausschluss aus der Gastronomie tritt ebenso ein absolutes Konsumverbot in Kraft.

Man kann also entscheiden zwischen Shisha rauchen in der Kälte  mit mehreren Schichten an Jacken, Decken und Heizkörpern, ohne etwas dabei konsumieren zu dürfen, oder gänzlich auf die Pfeife verzichten.
Zudem bieten manche Ex-Shisha-Bars ein Zustellservice an, indem sie die Hookah nach Hause liefern, denn in den eigenen vier Wänden gilt kein Verbot.

So scheint eine Ausnahmeregelung für die Shisha sehr sinnvoll.  Immerhin sind rund 500 Bars betroffen.

 

Blogkategorie: 

Das könnte dich auch interessieren

Hochzeit, Braut, Tipps
Corona ist nicht auf dem Balkan...
Hass im Netz
Die Regierung verkündete kürzlich einen...
Foto: die Presse/Clemens Fabry
Liebe Community, wir sind wieder...

Anmelden & Mitreden