Ute Bock beschenkt Flüchtlinge

15. Dezember 2016

von Zakarya Ibrahem und Michaela Kobsa

Am 20. Dezember kann man sich als in Wien lebender Flüchtling auf etwas freuen. Das Flüchtlingsprojekt Ute Bock veranstaltet an diesem Tag eine große Weihnachtsfeier in dem Prechtlsaal der TU Wien. Letztes Jahr wurden zu diesem Anlass um die 600 Geschenke an Flüchtlingsfamilien und -kinder verteilt. Heuer wurden ebenfalls schon viele Packerln entgegengenommen, sogar von ganzen Schulklassen, der ÖH oder von Fachschaften. Bei der großen Veranstaltung “Bocks Boxen” am 7. Dezember wurden diese dann mit viel Liebe verpackt. Weitere Geschenkspenden werden übrigens noch bis zum 19. Dezember entgegengenommen.

 

Boat People Ausstellung von Markus Thums

“Es ist etwas Besonderes, Weihnachten das erste Mal zu erleben ..., selbst wenn die ganze Familie nicht da ist und nicht mit dir Weihnachten feiern kann. Es ist trotzdem so, dass alle zusammenkommen, es ist ja ein Fest der Liebe, und dass man nicht alleine ist zu Weihnachten ist wichtig.”  

--Lisa, Schülerin (15), Amerling Gymnasium

 

Victoria Strobel und Sohn

Für viele Österreicherinnen und Österreicher ist Weihnachten eine besondere Zeit im Jahr. Menschen, die bei uns eine neue Heimat finden wollen oder bereits gefunden haben, an diesem Fest teilhaben zu lassen, ist ein starkes Zeichen. Ein Zeichen fernab von Religion. Es ist ein klares Statement: "Hey, ihr gehört dazu. Ihr seid ein Teil dieser Gesellschaft."

--Victoria Strobl, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock

 

Amerling Gymnasium Schülerinnen

Illiona: Ich hab so ein kleines Playmobil gekauft...                    

Lisa: Auch noch Stifte und Blöcke.

Illiona: Und wir haben das alles auch selbst bezahlt. Es kommt von unserem Geld und es ist halt eine Spenden-Aktion. Ja, von unserem Taschengeld.

---Illiona, Lisa, Mara, Schülerinnen, Amerling Gymnasium 

 

Packerl Party Verpackte Geschenke

Weihnachten ist immer so ein jährliches Ritual, das jedes Jahr wieder kommt und auch nächstes Jahr zurück ist. Genauso wie's war und alles ist gut. Und ich denke, dass es für andere [Flüchtlings-]Kinder auch so ein kleiner Standpunkt wäre, wenn sie auch irgendwas Neues erleben, dass sie trotzdem noch diesen einen Punkt in ihrem Leben haben, wo alles so in etwa ist wie es auch mal war.  

--Illiona, Schülerin (15), Amerling Gymnasium

 

Gymnasium Schüler

Jugend ist die Zukunft und ich finde es gerade jetzt schon wichtig, der Jugend zu vermitteln, dass Migration ein wichtiges Thema ist, dass es ein präsentes Thema ist, und dass es notwendig ist für Österreich.

--Ariane Baron, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock

 

D'rum Bock Djembe Gruppe

Und zu zeigen, dass es ganz normale Menschen sind. Menschen wie du und ich, vor denen man keine Angst haben muss, die einfach nur aus einem anderen kulturellen Hintergrund stammen und dass man vor kultureller Differenz keine Angst zu haben braucht, sondern diesen Unterschied vielmehr als Bereicherung sehen kann...soll...muss.

--Ariane Baron, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock

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Kommentare

 

gäbe es wohl für ein Gejammer bei den Rotgrünen, wenn hier lauter junge Brasilianerinnen, Thailänderinnen oder Russinnen angeflüchtet kämen und alle Jungs plötzlich Flüchtlingshelfer spielen wollten...

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