VHS Wien: Bildung als Schlüssel zur Integration

18. Februar 2016

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Fotocredit: VHS Wien_Zinner

Nach dem Motto „boldly go where no man has gone before“ setzt die VHS Wien seit Jahren bildungspolitische Meilensteine. Neben besseren Chancen am Arbeitsmarkt, schafft Bildung auch positivere Resonanzen auf gegenwärtige, gesellschaftliche Veränderungen.  Die Frage nach Kurs-Angeboten für AsylwerberInnen bleibt jedoch nach wie vor ungelöst.

"Wir in Wien sind vorbereitet. Es bedarf weniger der schönen Worte und der Hinweise an Flüchtlinge, was sie alles zu leisten haben." Vielmehr bedürfte es finanzieller Mittel diese Forderungen umzusetzen, so VHS-Geschäftsführer Mario Rieder.

Am Donnerstag lud Geschäftsführer Mario Rieder zum Pressegespräch in die VHS Zentrale im 18. Bezirk. Er berichtete von bereits durchgesetzten Plänen und neuen Herausforderungen, die sich für die Wiener VHS in einer sich stets verändernden Stadt stellen. Man blickt zurück auf acht erfolgreiche Jahre:

Zu den bereits durchgeführten Konzepten zählt zum einen der Geschäftsbereich Erwachsenenbildung. Im Zuge dieser regionalen Bildungsarbeit werden in Programmbereichen wie Sprachen, Wirtschaft & Persönlichkeit, Kunst & Kultur, u.v.m. regelmäßig Kurse angeboten.

Ein weiterer Bereich umfasst die Schulbildung. Um Chancengleichheit, unabhängig von jeweiligen sozialen Hintergründen zu gewährleisten, werden im Rahmen der „Förderung 2.0“ kostenlose Lernhilfekurse für SchülerInnen an Neuen Mittelschulen und AHS-Unterstufen organisiert.

Der dritte große Komplex behandelt öffentliche Aufträge. Unter anderem wurde  im Auftrag des AMS das „BBE Deutsch Clearing“ durchgesetzt. Deutschkurse für Arbeitssuchende mit nicht-deutscher Muttersprache werden dabei an verschiedenen Standorten angeboten.

Change-Management für die Stadt Wien

Die wichtigste Aufgabe der VHS sei es, einerseits als Bildungsnahversorger für leicht zugängliche Bildung in den Bezirken zu sorgen, andererseits Wien-übergreifend Konzepte durchzusetzen. Die größte Herausforderung sei derzeit die Finanzierung von Angeboten für AsylwerberInnen. Finanziert würden lediglich Angebote für bereits  Asylberechtigte oder subsidiär Schutzberechtigte. Die VHS reagierte im Herbst 2015 mit 1000 zusätzlichen, ermäßigten Deutschkursen für AsylwerberInnen, komme jedoch finanziell an ihre Grenzen. Wien sei bereit, das Geld fehle.

Im selben Zuge wird die Stellung von Bildung im Kontext eines besseren Zusammenlebens betont . Sogenanntes „Change-Management“ sei nicht nur für ein Unternehmen, sondern für die gesamte Stadt notwendig. Nicht alle Menschen würden positiv auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren. In dieser Hinsicht spiele Bildung die wohl bedeutendste Rolle: Um die Bevölkerung begreifen zu lassen, dass sie nicht Betroffene dieser Veränderungen, sondern ein Teil davon sind.  

 

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