Über Weihnachtskater und Neujahrsvorsätze

29. Dezember 2015

Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester war für mich immer schon eine sehr seltsame. Es fühlt sich wie ein schlimmer Kater an: Der Tag nach dem der ganze Spaß vorbei ist und man gezwungen ist, der Realität in die Augen zu gucken. Man möchte sich gesünder ernähren, doch der Kühlschrank ist voll vom übergebliebenen Weichnachtsessen, das man nicht wegwerfen will. Man möchte Geld sparen, weil man so viel für Weihnachten ausgegeben hat, doch von allen Seiten wird man mit Angeboten und Ausverkäufen bombardiert. Man möchte wieder mit Sport anfangen, es zahlt sich aber eh nicht aus, weil ja bald das neue Jahr anfängt und es ist ja besser, Sachen ab dem neuen Jahr zu starten. Am besten auf der Couch bleiben und Weihnachtsfilme gucken. Dabei tut das irgendwie auch weh, weil ja nicht mehr Weihnachten ist.

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Dazu kommt noch der Silvester. Auch wenn man keine Lust aufs Fortgehen hat, muss man es tun, weil man ansonsten alle Freunde verlieren wird und sein neues Jahr einsam und verlassen beginnen muss. Und wehe, man trinkt nicht. So eine Spaßbremse, so ein Langweiler! Was, du bleibst zu Hause und gehst um eins schlafen? Verrückt geworden? Du MUSST feiern. Sonst geht die Welt unter und das neue Jahr wird nur schlecht sein. NOT.

Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester ist wie ein Wochenende: Man plant, was man ab Montag macht und dann startet man es meistens eh nicht. Ob man will oder nicht, denkt man immer darüber nach, was man im vergangenen Jahr getan hat und was man im neuen Jahr tun wird. Die Neujahrsvorsätze sind nicht anders als die Vorsätze, die man sich vor einem Montag macht: Ich fange mit Sport an, ich verbringe mehr Zeit mir meiner Familie, ich tue mir weniger Stress an, ich ernähre mich gesünder, ich nehme ab, ich gebe weniger Geld aus und so weiter und so fort. Ich habe schon in einem meiner früheren Beiträge geschrieben, dass ich Neujahrsvorsätze grundsätzlich scheiße finde. Ich wiederhole es noch einmal: Ich habe Neujahrsvorsätze aus dem Jahr 2005, die jedes Jahr erneut zu Neujahrsvorsätzen werden.

Im Grunde genommen ist es immer das gleiche: Man fängt ab Montag, ab dem ersten Tag des kommenden Monats oder ab dem ersten Jänner an. Man denkt, dass man es tut. Dann werden die Vorsätze immer aufgeschoben. Sport ab Jänner –naaaahhh, das Wetter ist zum Kotzen, ich fange an, wenn es sich verbessert. Gesünder Essen – naaaaahhhh, ich habe viel Stress und muss Schokolade essen. Schokolade macht glücklich. Mehr Zeit mit der Familie – naaaaah, ich habe so viel zu tun in der Arbeit, dass ich mich nach der Arbeit bei einem Drink entspannen muss. Und so weiter und so fort.

Was tun also? Keine Vorsätze sind auch nicht gut. Ich bin der Meinung, dass man sich realistische Ziele setzen und sie schrittweise realisieren soll. Willst du dich gesünder ernähren? Fange mit kleinen Veränderungen an: Iss mehr Gemüse und weniger Süßigkeiten. Du willst mehr Sport treiben? Fange mit zweimal die Woche an, du mußt ja nicht gleich zu einem Topsportler werden. Du willst weniger Geld ausgeben? Kaufe dir nur ein Paar neue Schuhe vom Ausverkauf statt zehn.

Der Schlüssel für mich war immer, sich kurzfristige Ziele zu setzen. Man hat das Gefühl, dass man was erreicht hat und das motiviert, um weitere Vorsätze zu machen und sie dann auch zu erfüllen. Mit der Zeit werden die kleinen Ziele immer größer und es wird einfacher werden, auch die größeren Vorsätze erfolgreich umzusetzen.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

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