3 Fragen an Rapperin EBOW

27. Februar 2018

„Der Antrag ging verloren, der Antrag kam nie an, ein Kind ist gestrandet, ohne Namen, ohne Land.“ Unterlegt mit „Jump Around“ rappt Ebow in „Asyl“ darüber, dass Wert im Westen an Visa, Pass, Geld und Auf- enthaltskärtchen gemessen wird. Die Münchnerin mit alevitisch-kurdischen Wurzeln (28) über Sexismus im Rap und dass sie nie aus Hass heraus Texte schreibt.

von Jelena Pantic-Panic

Viele Migrant*innen fühlen
 sich von Hip Hop verstanden
- Warum ist das so?


Weil HipHop aus der benachteiligten Black community der Staaten kommt. Die Message, die damit übermittelt wird, war direkt zugänglich für viele Personen mit Migrationshintergrund.


Du sagst, du schreibst nie Texte, wenn du Hass empfindest. Aber wenn zum Beispiel über Asyl rappst, musst du doch ziemlich pissed sein?


Pissed sein ist etwas anderes als direkten Hass zu empfinden. Mit
 Hass zu schreiben bedeutet für mich unrefektiert zu arbeiten. “Asyl” ist durch viele Gespräche mit gefüchteten Freunden und eigener Auseinandersetzung entstanden. Das ist für mich ein klarer Unterschied.


Du sagst oft, du hattest keine Probleme als weibliche Rapperin in einer männlichen Domäne. Als Feministin musst du von manchen Texten deiner Kollegen aber schon Magen- krämpfe bekommen, oder?

Ich hatte einfach
 nur Glück weil die Rapper in München, zumindest die die ich kannte super coole Dudes waren und mich supportet haben.

Das ist definitiv eine Ausnahme, da viele meiner Kolleginnen eher negative Erfahrungen gesammelt haben und auch wenn ich nie direkte Erfahrungen in diese Richtung gesammelt habe, hat es mir in vielen Hinsichten Steine in den Weg gelegt. Die deutsche Rapszene ist momentan extrem sexistisch, jedoch glaube ich dass sich das durch viele neue Rapperinnen und durch die momentane Aufmerksamkeit für das Thema, etwas ändert.

Für weitere Infos und eine extrem fette Webseite schaut auf www.ebowsbazar.de

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