3 Min mit Lukas Plöchl: "Mir san Proleten"

01. Juni 2011

Der Chartstürmer Lukas Plöchl im Originalton (strengstes Oberösterreichisch*)  über Gängsta-Scheiß, Blockfötenunterricht und Bum-Bum-Bum.

Von Stephanie de la Barra und Philipp Tomsich (Foto)

biber: Dein neues Album kommt am 1. Juli raus und heißt „Proletn feian längaah“. Sprichst du aus Erfahrung?

Teils. A Prolet is a Oabeiter, der zoagt, wos er hot. Und mir (Trackshitterz) san Proletn! Des is a Teil von mir, den i vorwiegend am Wochenend gern ausleb’ und während de Auftritt. Wir feian afoch längaah! Des neiche Album is nur mehr auf die Fressn!

Du schreibst deine Texte selbst, das unterschied dich bei „Helden von Morgen“ von anderen Kandidaten. Was sind deine Themen?

I hob gern üba Migration gschriem. Des is a wichitgs Thema, owa di anan san zu ernst und die ondan nehman’s ned ernst. Oiso i hob friara entweda an Gängsta-Scheiß gräppt oder ebm üba die Migration.

Die „Quetschn“ ist in vielen deiner Tracks ein Element. Spielst du auch selbst und welcher musikalischen Stilrichtung fühlst du dich zugehörig?

Ah, als chinesische Volksmusik mit leichen Klassik-Einflüssen. Na Spaß, Elektro, Four on the Floor mit Hip-Hop-Einflüssn. I söwa spü ka Quetschn. I hob nur a Joah Blockflötn gspüt, des woas mit meiner Karriere in da Musikschui. Na, Spaß, i kenn natürlich a poar Leit vom Balkan. De Quetschen is dort wie do a kulturelles Instrument. Mei Idee woa: Warum ned de Quetschn auf Bum-Bum-Bum und in D-Moll spün. So is „Taunz Oida“ entstondn – schiabt extrem.

Du warst mit Kanzler Faymann in China auf Staatsbesuch und hast dem chinesischen Staatspräsidenten Falcos „Rock Me Amadeus“ vorgerappt.

Ja. Und vier Zoin auf Chinesisch. Die hob i im Flugzeig gschriem, ma konn ja do ned die gonze Zeit nur schloffn.

Gibt es Lukas auf Chinesisch?

Naa, owa i hob an Chinesischen Namen, Wen Jea! (grinst) Zwa Zeichn san des.

 

* DAS INTERVIEW AUF HOCHDEUTSCH:

 Der Chartstürmer Lukas Plöchl im Originalton (strengstes Oberösterreichisch*)  über Gängsta-Scheiß, Blockfötenunterricht und Bum-Bum-Bum.

Von Stephanie de la Barra und Philipp Tomsich (Foto)

biber: Dein neues Album kommt am 1. Juli raus und heißt „Proletn feian längaah“. Sprichst du aus Erfahrung?

Teils. Ein Prolet ist ein Arbeiter, der gerne zeigt, was er hat. Wir sind Proleten (Trackshitterz). Das ist ein Teil von mir, den ich vorwiegend am Wochenende und während der Auftritte auslebe. Wir feiern einfach länger! Das neue Album ist nur mehr geil!

Du schreibst deine Texte selbst, das unterschied dich bei „Helden von Morgen“ von anderen Kandidaten. Was sind deine Themen?

Früher habe ich gern über Migration geschrieben. Das ist ein wichtiges Thema, aber die einen sind zu ernst und die anderen nehmen es nicht ernst. Früher hab ich also entweder Gangster-Zeug gerappt oder das Thema Migration behandelt.

Die Ziehharmonika ist in vielen deiner Tracks ein Element. Spielst du auch selbst und welcher musikalischen Stilrichtung fühlst du dich zugehörig?

Ich mache chinesische Volksmusik mit leichten Klassik-Einflüssen. Nein, ein Witz. Elektro, Four on the Floor mit Hip-Hop-Einflüssen. Ich selbst spiele keine Ziehharmonika. Ich habe ein Jahr Blockflöte gelernt, das war's dann auch schon mit meiner Karriere in der Musikschule. Nein Scherz, ich kenne natürlich ein paar Leute vom Balkan. Die Ziehharmonika ist dort wie da ein kulturelles Instrument. meine Idee war: Warum nicht die Ziehharmonika mit Beats unterlegen und in D-Moll spielen. So ist auch " Oida Taunz" entstanden - rockt ordentlich.

Du warst mit Kanzler Faymann in China auf Staatsbesuch und hast dem chinesischen Staatspräsidenten Falcos „Rock Me Amadeus“ vorgerappt.

Nur vier Zeilen waren auf Chinesisch. Die habe ich im Flugzeug getextet, man kann ja nicht die ganze Zeit nur schlafen.

Gibt es Lukas auf Chinesisch?

Nein, aber ich habe einen chinesischen Namen, Wen Jea! (grinst). Zwei Zeichen sind das.

 

 

 

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Kommentare

 

nur sprachlich gesehen, ist plöchl ein beispiel extrem gelungener integration ; )

 

er ist doch a halber österreicher. :) ODEr?
muss er sich überhaupt integrieren?
ich denk, dass das nur von den "waschechten" ausländern verlangt wird.

 

ich dir vollkommen recht. einen elternteil aus österreich zu haben, ist sicher eine erleichterung. für mich hängt es aber auch vor allem immer davon ab, wo jemand geboren und aufgewachsen ist. das prägt am allermeisten...egal welche wurzeln.

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