3 Minuten mit Harry Mo

22. Oktober 2018

Er singt auf Serbisch, hat angolische Wurzeln, träumt von einem Duett mit Ex-Yu-Sängern und wohnt in Ottakring. Der junge Sänger Harry Mo über seine Liebe zur Kultur und Musik des Balkans.

von Samira Hartl, Foto: Susanne Einzenberger

Harry Mo
Foto: Susanne Einzenberger

BIBER: Wie kommt es zu dem Namen „Harry Mo“?

HARRY MO: Harry kommt von meinem österreichischen Vornamen, Harald. Das Mo stammt aus der Zeit, in der ich noch gerappt habe. „Mokonzi“ bedeutet in Angola, wo meine Wurzeln liegen, so viel wie König. Also wurde aus „Harry Mokonzi“ eben „Harry Mo“.

Was hat dich dazu bewegt, selbst Balkanmusik zu machen?

Ich hatte immer viele Freunde aus Ex- Jugoslawien. Daher die Faszination für die Sprache und die Kultur. So richtig motiviert war ich aber, als ich das erste Mal ein Lied von Mile Kitić gehört habe. Danach wollte ich unbedingt auch auf Serbisch singen.

Wieso fasziniert dich die Musik so?

Ich mag den Rhythmus und wie die Menschen dazu tanzen. Diese Lebensfreude und die Stimmung am Balkan. In meinen Texten geht es hauptsächlich um Zusammenhalt und positive Vibes. Ich will damit alle Menschen ansprechen, egal ob jung oder alt. Ich bekomme viele positive Rückmeldungen, also denke ich, es kommt auch gut an.

Bist du schon am Balkan aufgetreten?

Einen wirklichen Auftritt hatte ich bis jetzt noch nicht. Ich habe einmal
in einem kleinen Café in Kroatien gesungen. Dort hat mich zwar keiner gekannt, aber sie haben mich sympathisch gefunden. Morgen fahre ich mit meinem Produzenten nach Belgrad für einen Videodreh.


Du wohnst jetzt in Ottakring. Wie gefällt es dir in Wien und wo trifft man dich?

Die Großstadt ist einfach cooler als das Leben am Land. Es kommt mittlerweile öfter vor, dass mich Leute auf der Ottakringer Straße erkennen und Fotos mit mir machen wollen. Am ehesten trifft man mich im Mr. Wood oder wenn besondere Konzerte sind auch im Club Village und Tresor.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Ich lass alles ein bisschen auf mich zukommen, es läuft momentan ganz gut und ich bin prinzipiell eher ein spontaner Mensch. Ich würde mir auf jeden Fall mal ein Duett mit einem Ex- Yu-Sänger wünschen.

Alter: 24


Geburtsort: Güssing, Burgenland

Besonderes: Mit seinem Lied „Afro Kolo“ wollte der junge Österreicher mit angolischen Wurzeln die Kulturen von Afrika und dem Balkan verbinden.

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