4 Fragen an...

06. Februar 2015

...an Herbert Rohrmair-Lewis, Unternehmer und Bundesvorsitzender der jungen Wirtschaft


Herbert Rohrmair, junge Wirtschaft
Junge Wirtschaft
Von Alexandra Stanic

Wie ist die derzeitige Situation für Jungunternehmer in Österreich?
Trüb. Neben enormen Kosten kämpfen sie auch mit stetig wachsender Bürokratie. Deswegen fordern wir Beratung statt Bestrafung – einen Partnerstaat.

Wo siehst Du Verbesserungsmöglichkeiten zugunsten der Jungunternehmer?
Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen, immerhin schafft jede Gründung im Durchschnitt 2,4 Arbeitsplätze im ersten Jahr. Es beginnt bei emotionalen Themen wie Wertschätzung und Verständnis der Behörden, aber auch konkretere Erleichterungen: Zum Beispiel die komplette Befreiung der Lohnnebenkosten für den ersten Mitarbeiter im ersten Jahr!

Welchen Tipp würdest Du Jungunternehmern geben?
Im 21. Jahrhundert gibt es nur eine vermeintliche Sicherheit – die Kündigungsfrist von 1-3 Monaten. Deswegen: Gründen! Wenn ich mir ein Geschäft aufbaue, habe ich zwar weniger Sicherheit, dafür kann ich aber nicht wegrationalisiert werden, wenn eingespart werden muss. Und wichtig ist es auch, vernetzt zu sein und einen guten Steuerberater zu haben.

Welche Branche hat derzeit Deiner Meinung nach mit den meisten Problemen zu kämpfen?
Aus meiner Sicht kämpfen alle Branchen mit dem Bürokratiemonster und einem Staat, der die letzten zehn Jahre die Hausaufgaben nicht gemacht hat. Ich denke, dass die akutesten Probleme den Handel betreffen. Den Handel treffen viele Effekte und das Tragische daran ist, dass dieser einer der größten Arbeitgeber ist. Das verschärft die Arbeitsplatzsituation noch mehr.

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