BEISSEN ODER NICHT BEISSEN...

02. Februar 2010




Seit Jahren hört man immer wieder von Kampfhunden, die mit den Körperteilen von Kleinkindern „nur spielen“ wollten. Nun hat die Politik beschlossen einen Hundeführerschein zu erfinden. Nur die Kampfhunde hat keiner dazu befragt. Deswegen führe ich dieses Interview mit „Raoul“, dem Pitbull.

Von Bogumil Balkansky und Lucia Bartl (Foto)

BB: Was halten Sie vom Hundeführerschein für Kampfhunde?
RA
: Bevor ich darauf antworte… darf ich kurz an Ihrem Arsch schnuppern?

BB: Kommt nicht infrage!
RA
: Wollen Sie zuerst an meinem Arsch schnuppern...?

BB: Keinesfalls!
RA
: Sehen Sie! Damit fängt alles an! Ihr Menschen habt einfach kein Verständnis für unsere Bedürfnisse. Was soll bitte ein Hundeführerschein daran ändern?

BB: Aber hier geht es ums Beißen und nicht um das Schnuppern  an Ärschen!
RA
: Wenn Sie meinen...

BB: Meine Recherche hat ergeben, dass der durchschnittliche Kampfhundbesitzer jung, männlich und bildungsfern ist. Zudem noch mit niedriger Aggressionsschwelle.
RA
: Das ist richtig. Sie haben nur das Lieblingshobby dieser Zielgruppe vergessen.

BB: Das ist ein aufgepimpter Kleinwagen, grell lackiert, spoilerstrotzend und mit mindestens 160 PS ausgestattet... Sie sehen: ich habe nichts vergessen, es hat nur nichts mit dem Thema zu tun!
RA
: Doch! Für ihre aufgepimpten Presshobel haben die Kampfhundebesitzer ja auch einen Führerschein.

BB: Und...?
RA
: Trotzdem wickeln sie sich und ihre Autos jeden Samstag um Bäume in Discothekennähe, rasen durch Spielstraßen und drängeln auf der Autobahn...

BB: Langsam verstehe ich...
RA
: Vielleicht sollte es so etwas wie einen Elternführerschein geben? Vielleicht sollten die Eltern verpflichtet werden, ihren Kindern als erstes beizubringen, dass wir fühlende Wesen sind, dass wir Schmerz, Angst und Trauer genau so empfinden wie ihr...

BB: Nun verstehe ich...
RA
: Und? Wollen Sie mit gutem Beispiel vorangehen?

BB: Gerne! Aber wie soll ich das...
RA
: Schnuppern! Ganz kurz nur...

BB: Na gut! Wer schnuppert zuerst?

 

wer ist er
name: raoul
rasse: pitbull
sein problem: seine rasse muss oft als eierersatz für
Raoul ist eigentlich ein ganz zahmer Vierbeiner, spoilerproleten herhalten

 

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Kommentare

 

echt bissig!

 

der anfang des interview ist genial, der rest ist auch ganz toll ; )

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