Die 78er

02. Februar 2016

78er urban explorer
Foto: die 78er

Sie erkunden die ungewöhnlichsten Plätze Wiens und geben der Stadt eine neue Bedeutung. Die 78er, die sich das „Institut für Stadterkundung“ nennen, sind die Urban Explorers unserer Stadt.
 

Von Veronika Lukashevich

Vier Jahre Entdeckungsreise. Mehrere tausend geschossene Fotos. Fast 10.000 FB-Likes. Die 78er bestehen aus drei ehemaligen Studenten in ihren Mittzwanzigern, die es sich zur Mission gemacht haben, die düstere Seite Wiens zu enthüllen. Bei Anbruch der Dunkelheit legen sie los. Sie erkunden Plätze, die davor unberührt standen, durchforschen U-Bahn-Schächte, klettern auf die höchsten Gebäude und besteigen Dächer. Dabei dokumentieren sie ihre Entdeckungen und teilen die Bilder auf ihrer Facebook- und Webseite, um den Menschen einen Blick hinter die Kulissen der Stadt zu gewähren.

„Menschen sollen sehen, dass Wien gar nicht so poliert ist, wie man denkt. Wien ist einfach cool“, erzählen mir zwei von den Jungs, die lieber anonym bleiben wollen.

Die gefährliche Seite Wiens

Der Drang, das Versteckte zu erfahren, wurde durch ihre Faszination an der Vielseitigkeit unserer Hauptstadt geweckt. Doch wie alles andere im Leben hat auch Urban Exploring seine Schattenseiten. Es erfordert viel Mut, Höhenangst darf man nicht haben. „Ich hatte am Anfang ur viel Angst“, erzählt mir einer von den 78ern. „Doch die ist dann mit der Zeit vergangen. Wenn man damit konfrontiert wird, geht’s auch irgendwann weg“.

„Das Gefühl will man nicht missen.“

Doch was nie erblasst, ist der Kick, den man dabei bekommt. Bei so vielen außergewöhnlichen Trips und Entdeckungstouren macht die Anzahl der Eindrücke gar nicht Halt. Ein bestimmtes Highlight haben sie doch: Der Flakturm im Augarten, der drinnen komplett zersprungen ist. Das war eines ihrer coolsten Erlebnisse, da sind sie sich einig.

Urban Exploring scheint eine ganze Lebensphilosophie zu sein, doch für die 78er zählt nur das Gefühl, das damit einhergeht. „Unser Auge scannt alles ab. Jede Fassade, jedes Gerüst. Man muss nur die Augen aufmachen. Das Gefühl, das man dabei bekommt, ist hammer. Man will’s nicht missen.“

Bereich: 

Das könnte dich auch interessieren

.
Diese acht Lokale haben sich über die...
Grüner Druck aus der grünen Community
Credits: Zoe Opratko Inside Green: Im...
Freepik
Wenn du an den Boxring denkst, welches...

Anmelden & Mitreden

12 + 3 =
Bitte löse die Rechnung