Drei Minuten mit Mrs. Queer Balkan Eduarda

14. Februar 2017

Foto: Marko Mestrovic
Foto: Marko Mestrovic

 

Turbofolk, viel nackte Haut und ein Beauty-Wettbewerb der etwas anderen Art: BIBER war beim Balkan-Clubbing „BallCanCan“ und hat die Siegerin des jährlichen „Mr. & Mrs. Queer Balkan“-Contests interviewt.

Von Alexandra Stanic und Marko Mestrovic (Foto)

Darf ich gleich zu Beginn fragen, was dir lieber ist: Soll ich Sieger oder Siegerin sagen?

Das ist mir ganz egal. Ich finde, es ist nichts dabei, wenn ich unter der Woche „Er“ bin und am Wochenende in Stöckelschuhe schlüpfe, um mich dann als „Sie“ zu präsentieren. Insofern kannst du dir das gerne aussuchen!

Wie fühlt es sich denn an, die Siegerin des heutigen Abends zu sein?

Ich habe nicht erwartet, dass ich heute die Krone erhalten werde. Nach so vielen Jahren als Teil der Community bin ich sehr berührt, dass ich BallCanCan 2017 vertreten werde.

Warum hast du bei dem Wettbewerb mitgemacht?

Es ist ein cooles Event, das großen Spaß macht. Ich war bisher immer dabei. Ich bin seit über 23 Jahren Teil der Community und auch jedes Jahr beim Live Ball. Ich finde, es ist sehr wichtig, sich für mehr Zusammenhalt einzusetzen und an Veranstaltungen wie dieser teilzunehmen, auch wenn ich nicht mehr der Jüngste bin. (lacht)

Welche Bedeutung haben Events wie BallCanCan?

Sie sind sehr wichtig, um eine queer Atmosphäre in Wien aufrechtzuerhalten, auch speziell in der Balkan-Community. Es ist völlig egal, ob jemand aus Serbien, Bosnien-Herzegowina oder Kroatien stammt. Unsere Leute müssen sich gegenseitig unterstützen und zusammenhalten. Das liegt mir sehr am Herzen.

 

Ist BallCanCan auch über die Grenzen Österreichs bekannt?

Natürlich! Immer wieder reisen Freunde und Bekannte aus Ex-Jugoslawien an, um mit uns zu feiern. Wir als Wiener Community versuchen auch ein Vorbild für Belgrad, Zagreb und Sarajevo zu sein und ein Zeichen zu setzen: Ein queeres Zeichen.

Was sind deine Pläne als Mrs. Queer Balkan 2017?

Ich möchte die Community noch mehr stärken, aber auch mehr Werbung für BallCanCan machen. Außerdem ist es mir ein großes Anliegen, Belgrad zu motivieren, auch so etwas wie BallCanCan zu starten. Und wer weiß, vielleicht zieht Sarajevo dann auch nach.

—-

Name: Eduarda Phillipe

Alter: 49

Herkunftsland: Bosnien-Herzegowina

Job: Unter der Woche im Tourismusbereich tätig, am Wochenende Mrs. Queer Balkan 2017

 

 

Bereich: 

Das könnte dich auch interessieren

Capital Bra
„Bratan, sag, wer von euch will jetzt...
Harry Mo
Er singt auf Serbisch, hat angolische...
.
Matthias Strolz plauderte auf Ö3 offen...

Anmelden & Mitreden