Gegendarstellung "Das Ende eines Generationen-Fluchs"

12. Januar 2021


Gegendarstellung von Metin K. zum Beitrag von Berfin Marx mit dem Titel „Das Ende eines Generationen-Fluchs“ in der biber Winter-Ausgabe 2020 und Online-Veröffentlichung am 2.12.2020

 

„In der biber Printausgabe vom Dezember 2020 sowie auf der biber-Website wurde ein Beitrag der Online-Aktivistin Berfin Marx veröffentlicht. In diesem Beitrag erzählt sie die Lebensgeschichten ihrer Mutter und Großmutter und deren Auswirkungen auf ihr eigenes Leben. Berfin Marx berichtet, dass ihre Großmutter und ihre Mutter mit 15 Jahren zwangsverheiratet wurden. Ihr Vater soll 15 Jahre älter sein als ihre Mutter. Angeblich standen Gewalt, Vergewaltigung und Alkoholmissbrauch auf der Tagesordnung.

Diese Anschuldigungen entsprechen nicht der Wahrheit.

Die Mutter war bei der Heirat 21 Jahre alt und die Eheschließung erfolgte im beidseitigen Einverständnis. Auch ist der Vorwurf der Anwendung jeglicher Art von Gewalt und der missbräuchliche Konsum von Alkohol völlig haltlos!

Aus staatlich ausgestellten Dokumenten geht hervor, dass der Altersunterschied zwischen dem Vater und der Mutter von Berfin Marx nicht wie angegeben 15 Jahre beträgt, sondern nur knapp 6 Jahre. Zudem war die Mutter bei der Heirat nicht 15, sondern 21 Jahre alt!

Die Mutter wurde von ihrem Onkel nach Stuttgart geholt, damit sie bessere Zukunftschancen hat als in der Türkei. Dort wurde sie wie die eigenen Kinder behandelt. Auch die Vorwürfe gegen die Verwandten in Deutschland sind völlig haltlos.

Um seiner Ex-Frau ein eigenes Einkommen zu ermöglichen, hat Herr Metin K. den Kredit für ihren Frisörsalon aufgenommen. So konnte sie ihren Traum verwirklichen. Selbst nach der Scheidung wurde der Kredit von Herrn Metin K. weiterbezahlt, damit seine Töchter keine finanziellen Einbußen spüren. Zudem hat Herr Metin K. etliche Jahre vor der Scheidung seine Ex-Schwiegermutter nach Österreich geholt, um seine Ex-Frau zu entlasten.

Berfin Marx hat viele Tanten und Cousinen, die Akademikerinnen sind und ein emanzipiertes Leben führen.

Berfin Marx stellt sich im Beitrag als Feministin dar und als erste Frau in ihrer Familie, die nicht zwangsverheiratet wird und sich ihrer Bildung widmen kann. Diese Darstellung ist unwahr. Mehrere Tanten und Cousinen ersten Grades sind Akademikerinnen, die ein selbstbestimmtes Leben führen. Der Vater, Herr Metin K., hat alles in Gang gesetzt, damit seine Töchter über den Bildungsweg den sozialen Aufstieg schaffen und ein emanzipiertes Leben führen können. Auch nach der Scheidung hat er regelmäßigen Kontakt zu seinen Töchtern gehalten.

Offensichtlich hat Berfin Marx beabsichtigt, über eine erfundene Familiengeschichte und die Selbstinszenierung als Opfer die eigene Popularität zu erhöhen und die eigene Reichweite in den sozialen Medien zu steigern.“

 

STELLUNGNAHME VON BIBER

Die biber-Redaktion entschuldigt sich hiermit bei der Familie K., besonders bei Herrn Metin K., bei den Verwandten der Familie in Österreich, in der Türkei und in Deutschland für die Veröffentlichung des Gastbeitrages und den möglicherweise entstandenen Eindruck, dass die Darstellung von Berfin Marx von der biber-Redaktion mitgetragen würde. Das ist nicht der Fall. Sollte dies missverstanden worden sein, erklären wir hiermit ausdrücklich unsere Distanzierung als auch Entschuldigung.

Hiermit veröffentlichen wir die Gegendarstellung von Herrn Metin K. und seiner Familie in unserem Medium. Darüber hinaus wird sich biber in Zukunft nicht weiter mit dieser Angelegenheit befassen. Im Sinne einer Distanzierung wird biber dieses Thema journalistisch nicht behandeln. Auch werden zu diesem Thema keine weiteren Gastbeiträge von Berfin Marx oder anderen Dritten veröffentlicht. Sollten in Zukunft Gastbeiträge von Berfin Marx erscheinen, werden diese ausdrücklich und unmissverständlich als Gastbeiträge gekennzeichnet. Gastbeiträge, die die Familie betreffen, werden nicht veröffentlicht.

Das Biber-Redaktionsteam

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