Ich bin eine taffe Olle

10. Juli 2013

 

 

Warst du schon einmal in Wien?

Ja klar, Wien ist so eine coole Stadt! Ähnlich wie Berlin irgendwie, also nicht vom Ghetto-mässigen her, sondern dieses internationale Feeling.

Ich bin damals im Prater aufgetreten, war auf jeden Fall eine coole Erfahrung

 

Was wolltest du als Kind werden?

Anwältin. Ich wollte Leute verteidigen.

 Aber dann hab ich mit 19 eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht, meine Mutter hätte mir den Vogel gezeigt wenn ich ihr gesagt hätte, ich mach jetzt mit Rap Kohle. Man muss irgendwie auch realistisch bleiben.

 

 

Was waren deine Lieblingslieder in deiner Jugend?

Ich war immer so ein Hip-Hop Mensch, ich habe viel Salt-n-pepa gehört, damals war ,,Let’s talk about Sex‘‘ grade draußen

 

Was würdest du jetzt machen,wenn du nicht Rapperin geworden wärst?

Ich glaube,ich wäre weder Anwältin noch Bankkauffrau. Ich hätte ein Klamottengeschäft, ich habe jetzt ja auch ein Klamottenlabel ,,Pink Mafia“-

Als Künstler ziehe ich ja gerne Sachen an die nicht von der Stange kommen, und ich wollte etwas ausgefallenes kreieren. Deshalb auch das Modelabel.

 

Was planst du für Projekte für die Zukunft?

Also erstmal kommt jetzt mein drittes album ,,Kattitude“ raus, das ist meiner Meinung nach das Beste und Größte bis jetzt! Das werde ich jetzt sicher ein Jahr lang promoten, und mich auf mein Modelabel konzentrieren.

 

Inwiefern ist ,,Kattitude“ anders? Wie hat sich dein künstlerisches Leben verändert seitdem es Aggro Berlin nichtmehr gibt?

Bei Aggro Berlin war ich die einzige Frau. Obwohl ich es geschafft habe, mich durchzusetzen, haben da manche Texte einfach nicht hingepasst .Die Jungs wollten das nicht hören. Die Texte mussten immer so auf ,,Auf die Fresse“ sein, einfach so ,,fiese“ Musik. Jetzt kann ich auch eine andere Seite von mir zeigen.

Ich kann jetzt auch mehr Lieder machen, deren Inhalt Probleme von jungen Mädchen beinhalten und ein bisschen mehr unter die Haut gehen. Das tut schon gut.

 

Wie hast du es geschafft, dich so in dieser männerdominierten Rapperszene durchzusetzen?

Ich bin einfach eine ,,Toughe Olle.“ Ich bin kein graues, stilles Mäuschen. Das war ich nie.

Ich bin 1,80 Meter groß, ich sag meine Meinung.

Ich bin einfach tough. Ich spreche fließend Englisch, ich verstehe im vergleich zu den Meisten die Rap-Texte. Ich hatte schon so viel Rap-erfahrung, als wir mit Aggro Berlin angefangen haben.

Das kann mir so schnell keine nachmachen.

Zwei Dinge: Du musst ganz einfach tough bleiben. Aber gleichzeitig auch brav. Du darfst nicht das Mädchen sein ,das jeder schon hatte, weil dann verlieren die Männer den Respekt vor dir. Wenn du die bist , die ,,jeder schon gevögelt hat“, dann wars es das. Nichts mehr mit Respekt.

 

 

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