Kärntens Wirtschaft fordert ein Punktesystem für Migranten. Auch die Haltung wird benotet!

21. August 2010

Kärnten ist das einzige Bundesland das schrumpft, dafür gibt es aber  immer mehr alte Menschen.Die Prognosen: Kärntens Bevölkerung wird bis 2050 um 1,4 Prozent schrumpfen, Österreichs Bevölkerung im selben Zeitraum aber um 13,2 Prozent wachsen. Bis 2030 wird es etwa 28.000 weniger Erwerbstätige geben - das ist ungefähr genau so viel, wie die produzierende Wirtschaft Kärntens im Moment beschäftigt.

Punktesystem für Ausländer

Die Wirtschaft verlangt nun ein klares Bekenntnis der Kärntner Politik zu qualifizierter Zuwanderung und Anreize für in- und ausländische Arbeitskräftemigration: Sie fordern ein Punktesystem für Einwanderer und unterstützen daher die Rot-Weiß-Rot-Card, für die nun ein fertiges Zuwanderungskonzept vorgelegt wurde.

Ein Beispiel: Abgeschlossene Ausbildung bringt 30 Punkte, gute Deutschkenntnisse bis zu 20 Punkte, eine in Österreich dringend benötigte Qualifikation bringt 30 Punkte, Zusatzpunkte gibt es auch für junge Bewerber oder für einen ebenfalls gut qualifizierten Lebenspartner. Maximal sind 100 Punkte erreichbar, ab 71 gibt es die begehrte Österreichcard.

Charmeoffensive, Ansiedlungsoffensive, Einwanderungsoffensive

Kärnten habe qualifizierten Fachkräften aus den CEE-Ländern viel zu bieten, etwa Lebensqualität, die 2. Landessprache als slawische Sprache und sichere Jobs in guten Betrieben, meint die Wirtschaftskammer Kärnten.

Präsident der Kärntner Wirtschaft Pacher: "Wir brauchen aber auch ein Klima der Offenheit der Kärnten, die restriktive
Haltung der Landespolitik ist mit ein Grund für das negative Abschneiden Kärntens in den Prognosen." Es müsse diesbezüglich zu einem Umdenken im Land, sogar zu einer "180-Grad-Wende" kommen, unterstrich Pacher: "Selbstbewusste Offenheit muss zum entscheidenden Faktor werden, das betrifft nicht nur die Zuwanderung, sondern auch den Tourismus. Diese Eigenschaften sind in Kärnten nicht so entwickelt, aber das müssen wir künftigen Zuwanderern auch anbieten können, von der geeigneten Wohnung oder dem Haus bis zur internationalen Schule!"

CIC als Anlaufstelle
Die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer hat unterdessen den "CIC - Carinthian International Club" (www.cic.network.at) -
mitbegründet und will dadurch qualifizierte ausländische MitarbeiterInnen von Industrie und Bildungsinstitutionen durch
Information, Serviceleistungen und ein aktives Netzwerk stärker integrieren.

(Quelle: Statistik Austria, Wirtschaftskammer Kärnten, Presseaussendung: 18.8. 2010)

 

Und, wer hat jetzt Lust nach Kärnten zu gehen? Aber nicht vergessen, auch die Haltung wird benotet. Wer wird Mister oder Misses Gastarbeiter?

Kommentare

 

?

 

1) wer will schon nach Kärnten? und

2) das kann man net ernst nehmen. Das Bundesland Kärnten ist a eigenes Universum für sich.

bleibt die Frage, welche absurden Ideen lassen sich die Leute dort noch einfallen?

 

ich habe schon mein Pass und bin ne Estereicherin seit 2001
:-)
Ko jebe Kärnten! (scheiß auf Kärnten!)

Schade das deren Regierenden anscheinend so teppat sind, weil von dort ziemlich viele, nette Menschen herkommen die ich kenne :-)

 

dass kärnten so kreativ ist, hätte ich denen gar nicht zugetraut ;-) vielleicht sollte man dieses potenzial nutzen. ich persönlich bin sowieso für einen freistaat kärnten.

 

haben es von den Deutschen abgekupfert... die planen so a schass auch.

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