WIESO GLAUBEN DIE LEHRER NICHT AN UNS?

04. Juni 2021

„Man sagt ja, dass ihr alle so arm seid und psychisch belastet“, machen sich die meisten LehrerInnen zurzeit lustig und erwarten Höchstleistung von vielen SchülerInnen. Seit der Corona-Krise hat sich der Alltag von vielen Kindern und Jugendlichen drastisch verändert. Laut einer Studie der Medizin-Uni Wien habt sich die psychische Gesundheit von SchülerInnen massiv verschlechtert. Der Druck von den LehrerInnen hilft meiner Meinung nach nicht wirklich weiter. Die meisten LehrerInnen denken wahrscheinlich, dass wir kein eigenes Leben haben. Viele SchülerInnen fühlen sich von unseren PädagogInnen missverstanden. Die Noten haben sich auch sehr verschlechtert, weil die Jugendlichen keine Hoffnung haben, in deren Traumschule oder -lehre einen Platz zu bekommen und haben dadurch jeden Antrieb und jede Motivation verloren, weiter für die Schule zu arbeiten. Ich bezweifle sehr, dass die Lehrer uns wirklich weiterhelfen mit dem Ganzen und uns wirklich Hoffnung geben.

„Ausreden und sonst nichts!“, meinen die Pädagogen und beschuldigen die Schüler, einfach nur faul zu sein und nichts machen zu wollen. Das sind nicht wirklich die ermutigenden Worte, die man von einem Lehrer / einer Lehrerin in dieser Zeit hören möchte. Ich zu meinem Teil musste auch solche Worte zu hören bekommen. Na klar, die LehrerInnen machen ja auch ihren Job, aber es gehört doch nicht dazu, jemanden vor einer ganzen Klasse herunterzumachen, in manchen Fällen sogar anzuschreien und zu sagen: „Du wirst es nicht mit der Einstellung schaffen!“ Das kann einen echt großen Schaden bei SchülerInnen anrichten und noch mehr Kinder unmotivierter und weniger selbstsicher machen. Woran liegt es wohl, dass die Einstellung von Schülern sich so verschlechtert hat, bzw. so negativ ist? Es liegt daran, dass man alle SchülerInnen in einen Topf wirft und behauptet, dass es nur an denen liegt und nicht daran denkt, wie sich die SchülerInnen fühlen. Es kommt am Ende auf die Kommunikation zwischen den Lehrern und Schülern an. Egal wie anstrengend und hoffnungslos die Zeit sein mag, man sollte immer andere ermutigen und helfen, wo es auch nur geht, und nicht an einer Person zweifeln. Weil wenn nicht die Lehrer an uns glauben, wer sonst?

Fatima Sarwari ist 16 Jahre alt und besucht die F1 in der fms Wintzingerodestraße in Wien.

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