3 Minuten mit Yannick Shetty

04. Dezember 2019

Der jüngste Parlamentarier Yannick Shetty von den NEOS über tanzbare Musik, die Herkunftsfrage und Telefonate mit seiner Mutter.

Yannick Shetty
3 Minten mit Yannick Shetty

Von Sueda Altinay, Amar Rajković, Foto: Marko Mestrović

BIBER: Yannick, kannst du uns kurz in deine Familiengeschichte einweihen?

YANNICK SHETTY: Meine Mutter ist halb Österreicherin und halb Südkoreanerin. Ihr Vater kam im Zuge des Korea-Krieges nach Österreich, um zu studieren. Dort lernte er meine Großmutter aus Tirol kennen. Daraus entstand meine Mutter (lacht). Sie ist Ärztin und hat im Rahmen ihres Turnus, den sie in Indien absolviert hat, meinen Vater kennengelernt. Ich bin in Österreich auf die Welt gekommen, mein Vater ist uns dann gefolgt. Er ist leider verstorben, als ich zehn Jahre alt war. 

Geht dir die Herkunftsfrage auf die Nerven?

Es gab zwei Phasen in meinem Leben, in denen diese Frage sehr präsent war. Während meines Zivildienstes beim Roten Kreuz fragte mich jede zweite ältere Dame „Woher kommen Sie?“, oder stellte fest „Sie sprechen ja gut deutsch!“. Und dann im Wahlkampf. Ich möchte keine Parallele zwischen Journalisten und älteren Damen im Zivildienst ziehen, aber…

Entscheidest du selber, was du auf Instagram postest?

Message-Control gibt es bei den NEOS nicht. Das ist vielleicht in Zeiten von Sebastian Kurz und der letzten Regierung untypisch, aber bei uns Realität.

Zu welcher Musik „gehst du ab“?

Meine Lieblingsband ist „Mumford and Sons“, die habe ich schon auf fünf Konzerten live erlebt. Ich mag keinen Techno und verstehe bis heute nicht, wie man zu solcher Musik abgehen kann.

Ö3 oder FM4?

(lacht) Als oftmaliger Gast bei FM4 während des Wahlkampfs, muss ich aufpassen, was ich sage. Ich höre wenig Radio, demnach höre ich auch kein FM4. Wenn ich es doch hören sollte, dann Radio Wien, aufgrund der 90er-Musik.

Warum sollten sich junge Menschen für Politik interessieren?

Junge Menschen machen einen dummen Fehler, wenn sie sich nicht für Politik interessieren, weil sie dann zulassen, dass andere Menschen über ihre Zukunft entscheiden. Das haben wir schon sehr oft gesehen. Siehe Brexit, Trump oder die Volksbefragung zur Wehrpflicht 2013.

Du studierst Jus. Wie willst du das mit deiner Funktion als Nationalratsabgeordneter vereinbaren?

Für mich ist es keine Option, mein Studium abzubrechen. Ich habe mir das Ziel gesetzt, in den nächsten ein bis zwei Jahren fertig zu werden.

Bist du ein Muttersöhnchen?

Ich habe ein sehr enges Verhältnis mit meiner Mutter, die in Tirol lebt. Wir sehen uns leider nicht oft. Dafür telefonieren wir miteinander und ich frage sie immer wieder um ihren Rat. (Wenn du wissen möchtest, was Mama über Sohnemann Shetty erzählt, das Interview mit Frau Lee-Schulze kannst du hier lesen)

WER IST ER?

Alter: 24

Beruf: Politiker bei NEOS

Besonderes: Shetty ist jüngster Abgeordneter des österreichischen Parlaments 

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