Der Kampf gegen die Internetsucht

Ich habe einen Freund, dessen Namen ich nicht nennen möchte, er war internetsüchtig. Das Ganze fing vor etwa 2 Jahren an. Er bekam ein Iphone 4 und lernte Social Media kennen. Er lud sich die App „Instagram“ herunter und war sofort begeistert von den Funktionen. Das Problem war, dass er nicht bemerkte, dass er sein Umfeld dadurch ignorierte beziehungsweise vermied. Selbst in der Schule beschäftigte er sich bloß mit seinem Handy, wodurch sich seine Leistungen drastisch verschlechterten. Ich versuchte ihm klar zu machen, dass er süchtig sei und seine ganze Umgebung darunter litt. Ich selbst wusste, dass auch ich zu oft am Handy bin, aber indem ich mir dessen bewusst bin, kann ich dieses Verhalten vermeiden, Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Aber mein Freund sieht seine Sucht einfach nicht ein.

Eines Tages rief eine Lehrkraft die Eltern meines Freundes an und schilderte ihnen die Misere des Jungen. Sie haben ihnen mitgeteilt, dass er sogar im Unterricht ständig am Handy spielt und die Klasse nicht schaffen wird, wenn es so weitergeht. Seine Eltern reagierten sofort darauf und führten ein Gespräch mit ihm und versuchten ihn zur Besinnung zu bringen. Er reagierte hysterisch, worauf seine Eltern ihm schließlich für zwei Wochen das Handy wegnehmen mussten. Ich musste zugeben, dass er sehr lässig mit dieser Situation umging. Da er nicht mehr auf den Social Media Plattformen raufkommen konnte, ging er stattdessen seinen Interessen nach. Er unternahm Sachen mit seinen Freunden, las Bücher, kümmerte sich mehr um die Schule und vergaß sogar sein Handy.

Heute ist er ein sehr lebensfroher und abenteuerlicher Mensch. Die Social Media Plattformen hat er zwar noch nicht ganz aus seinem Leben ausgeschlossen, doch er hat es geschafft, seine Sucht zu besiegen. Außerdem teilte er seine Erfahrung mit der Internetsucht mit anderen Schülern und Freunden. Er erzählte, wie seine Internet- und Handysucht sein Leben zerstört hat. Er meinte auch, dass man sich nicht an die Trends anpassen muss, sprich, nur weil die anderen in der Umgebung die App „Instagram“ benutzen, heißt es nicht, dass man das Gleiche machen muss. Wenn ich ihn heute so sehe, würde ich sagen, dass der Kampf gegen die Internetsucht ihn auf eine gute Art verändert hat.

Damit es bei anderen erst gar nicht so weit kommt, sollte meiner Meinung nach das Handy österreichweit im Unterricht verbieten und nur in Pausen benutzen können. Außerdem finde ich, dass man aufgeklärt werden sollte, wie man das Handy am effektivsten benutzen kann und wie das Social Media abläuft.

Ahmet ist 17 und besucht die HAK Margareten.

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