Mein Bruder hat Magersucht.

Er hat begonnen, wenig zu essen, nicht so wie er früher gegessen hat. Am Anfang habe ich mir nichts dabei gedacht. Als ein bisschen Zeit vergangen ist, hat man es ihm schon etwas angesehen.

Meine Eltern haben es mittlerweile auch schon bemerkt, dass mein Bruder sehr viel abgenommen hat. Meine Eltern haben dann mit ihm geredet, dass es ihnen aufgefallen ist, dass er viel zu wenig isst und dass er etwas zu dünn ist. Mein großer Bruder hat es natürlich sofort abgestritten. Sie haben eine Zeit lang darüber diskutiert, aber sind dann im Streit verblieben. Meine Eltern und mein Bruder haben eine Zeit nicht mehr so viel geredet.

In der Schule meines Bruders war die Schulärztin da. Es war eine normale Kontrolle. Als die Ärztin meinen Bruder abgewogen hat, hat sie ihm gesagt, dass er viel zu wenig wiegt. Danach wurden unsere Eltern informiert. Meine Eltern haben einen Arzttermin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gemacht. Sie haben gleich am nächsten Tag einen Termin bekommen. Als mein Bruder dort war, haben die Ärzte gesagt, dass es ein Notfall ist und dass er in Lebensgefahr wäre. Meine Mutter hat die notwendigsten Sachen geholt.

Ihm wurde ein Bett im dritten Stock gegeben. Er musste sich das Zimmer mit zwei anderen teilen. Er hatte in der Klinik viele  verschiedene Therapien. Wenn es Mittagsessen gab, wurde gestoppt, wie lange er brauchte. Er durfte auch nicht alleine gehen, er wurde in einem Rollstuhl herumgeführt. Als es ihm wieder besser ging, durfte er dann auch schon am Wochenende zuhause schlafen.

Nach einer Weile wurde er von der Klinik entlassen. In der Zwischenzeit ist er wieder ein paar Mal in die Klinik gekommen, weil er Rückfalle hatte. Aber jetzt geht es ihm zum Glück wieder gut.

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