SEX im ISLAM und die Sure der Leidenschaft

13. Dezember 2010

Dem Koran nach hat Sexualität einen großen Stellenwert im Islam. Ran darf man aber erst, wenn man verheiratet ist. Junge Muslime erzählen über ihre Gratwanderung zwischen frommer Tradition und dem Bedürfnis nach Lust.

Von Linda Say, Anna Thalhammer und Lucia Bartl

Sex und Islam – diese zwei Wörter in einem Satz zu verwenden ist schon hochexplosives Material und die Recherche zu diesem Artikel spiegelt das Dilemma wider, in dem sich junge Muslime befinden. „Das könnt ihr nicht drucken, ihr werdet alle Leser verlieren, denn darüber spricht man nicht“, wurde uns gesagt. Jemanden zum Reden zu bringen war nicht so einfach, denn die Angst erkannt zu werden, war groß. Dennoch dauerte jedes einzelne Interview mehr als eine Stunde und von vielen hörten wir „Ich bin so froh endlich einmal darüber reden zu können.“ Die Namen der Protagonisten wurden von der Redaktion geändert.

 

 

Mehr als nur Sex

„Über Sex in dem Sinn habe ich mit meinen Eltern nie gesprochen. Nur, dass das Jungfernhäutchen bis zur Hochzeit nicht kaputt werden darf, das wurde mir eingebläut.“ Dunja ist 26 Jahre alt, kommt aus dem Iran und ist in einer traditionellen muslimischen Familie groß geworden. Ihre Mutter, eine von vielen, „die es auch so erlebt hatte“, hat ihre Tochter nach eben diesen traditionellen Wertvorstellungen erzogen, die aber nicht unbedingt in Dunjas Welt passen.

So lebt sie wie viele ihrer muslimischen Freunde in einer Doppelwelt zwischen überholten Moralvorstellungen und Löffelchenstellung. „Es geht nicht nur darum, dass ich keinen Sex haben darf. Den hatte ich schon mit 16. Das Problem ist viel tiefgreifender und dringt in etliche Bereiche des Lebens ein: ich durfte nie reiten, o.b. hab’ ich immer heimlich verwendet und die unbenutzten Binden in den Mistkübel geworfen. Reisen konnte ich nie. Jetzt lebe ich mit meinem Freund zusammen und hab ein Alibi-Zimmer in einem Mädchenstudentenheim. Ich habe mich nicht an ein sexloses Leben vor der Ehe gehalten und mir ist das bisschen Haut wurscht. Die Ehre einer Frau liegt nicht zwischen ihren Beinen. Aber viele meiner Freundinnen ist das ganz wichtig. Sie haben dann eben Analsex, damit nichts passiert. Ich und viele andere führen ein ständiges Doppelleben, das aus einem Konstrukt von Lügen besteht.“ Gerne würde Dunja mit ihren Eltern ihre Gefühle teilen und ihnen auch ihren Freund vorstellen, der das Versteckspiel seit Jahren mitspielt. „Aber für sie würde eine Welt einstürzen. Ich möchte das gute Verhältnis nicht gefährden“, sagt die schöne Perserin und zuckt ratlos mit den Schultern.

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Keine reine Frauensache

Wir treffen ein junges muslimisches Pärchen im Caféhaus, das während des Gesprächs nicht die Finger voneinander lassen kann. Zu frisch ist die junge Liebe. „Mein erstes Mal hatte ich mit 19“, erzählt der 28-jährige Salih, ein türkischer Österreicher, der sich selbst als einen jener Moslems bezeichnet „der halt kein Schweinefleisch isst, aber sonst von der Religion wenig Ahnung hat“. Auch jungen muslimischen Männern ist vorehelicher Sex verboten. Salih findet das nicht zeitgemäß, aber auch er hätte sich niemals getraut mit seinen Eltern darüber zu sprechen.

„ Für sie wäre wahrscheinlich das größte Problem gewesen, was die Nachbarn denken. Wenn man muslimischen Background hat, dann gibt es keine Zweisamkeit. Man bekommt erstens sowieso die Familie mit und dann sogar noch die Nachbarn und möglicherweise die moralische Keule der ganzen Community.“ Seine beiden älteren Brüder wurden mit zwei Frauen aus der Türkei verheiratet. „Für mich geht das gar nicht. Ich frage mich immer: Wo bleibt bei diesem ganzen Gerede von Ehe, Sex oder Enthaltsamkeit die Liebe? Meine Mutter hat immer gesagt, das kommt mit der Zeit in der Ehe, aber für mich ist das absurd.“
Salih ist nicht verheiratet, hat aber eine Freundin und ist schwer verknallt: Sarah heißt seine Flamme, sie ist 23 und Halbsyrerin, ihr Vater lebt noch immer dort.

„Das Thema Sex ist bei meinem Vater einfach keines“, sagt sie. „Ich glaube, er weiß, dass ich hier in Österreich anders lebe als er sich das wünscht, aber darüber geredet wird nicht. Aber als meine kleine siebenjährige Schwester einmal bei mir in Österreich war, bekam sie mit, dass ich einen französischen Film schaute, wo in einer Soft-Sex-Szene ein bisschen nackte hüpfende Brust zu sehen war. Sie hat das meinem Vater erzählt, der vollkommen ausgerastet ist und behauptet hat, ich habe meiner Schwester die Unschuld geraubt. Bei meiner syrischen Familie läuft den ganzen Tag Al Jazeera im Fernsehen, wo man Menschen mit abgehackten Köpfen, Krieg und Blut sieht. Gewalt und Brutalität ist weniger schlimm als Sex? Die Verhältnismäßigkeiten stimmen einfach nicht, das ist absurd.“

 

Gott oder Bett?

Empfindet der Islam demnach Sex als etwas Schlechtes? „Ganz und gar nicht“, sagt der Wiener Imam Tarafa Baghajati. „Prinzipiell hat der Islam eine äußerst positive Einstellung zur Sexualität zwischen Mann und Frau. Dies ist in unzähligen Stellen aus dem Koran, Hadithe des Propheten und der islamischen Tradition und Literatur belegt. Sex gehört aber eindeutig in die Ehe.“ Vor Allah gilt es sogar als gute Tat, wenn sich die Ehepartner gegenseitig befriedigen. Schlechter Sex ist sogar ein Scheidungsgrund – auch für Frauen.  Zudem wird der zeitlich befristete sexuelle Höhepunkt als Vorgeschmack aufs Paradies gesehen, wo diese Freuden dann dauerhaft erlebt werden können.

Zu schön, um wahr zu sein? „Zwischen Theorie und Praxis gibt es  große Unterschiede“, sagt Baghajati. Ein offener Umgang mit dem Thema Sex ist meist nicht möglich, obwohl das für junge Muslime wichtig wäre.  Das weiß Baghajati auch aus seiner Arbeit als Gefängnisseelsorger, wo er mit jungen Häftlingen unter anderem über Sex  und Selbstbefriedigung spricht. „Wenn es um Wissen geht, kannte auch der Prophet keine Tabus. So stellten ihm Frauen mit heute verblüffendem Selbstbewusstsein alle möglichen Fragen, sogar zur Sexualität.“

Warum fällt es heute also trotzdem so schwer, darüber zu sprechen?  „In vielen Traditionen herrscht der Irrglaube, dass zu viel Wissen zu Fehlverhalten führt.“ Man würde also eher auf den Geschmack kommen, wenn man weiß wie’s geht.

 

 

 

 

Schuld oder Sühne?

Viele Muslime, die hier groß geworden sind stehen zwischen zwei Welten: Einerseits gehen sie hier zur Schule und bekommen dort westliche, meist freizügigere Werte vermittelt, andererseits sind sie tief in ihren Familien und deren Traditionen verwurzelt. Beidem zu entsprechen ist schwierig, also wie schaffen es junge Muslime, mit diesem Thema umzugehen?

„Die Bandbreite zwischen häufigem Sex mit ständig wechselnden Partnern und Enthaltsamkeit bis zur Ehe ist groß. Jeder muss nach seinen eigenen Wertvorstellungen einen Weg finden“, sagt der 23-jährige Gökhan, der sich selbst als sehr gläubig bezeichnet. Auch er hatte schon Sex, mit einer Frau, die er sehr geliebt hat. Einen One-Night-Stand würde er aber niemals haben. „Jede Sünde ist beim jüngsten Gericht vor Allah höchstpersönlich zu rechtfertigen, für so was zahlt sich das nicht aus. Aber für eine Frau, die ich liebe, stehe ich gerne grade, denn im Islam zählt nur die gute Absicht.“ Sich vor Gott zu rechtfertigen, damit hat er kein Problem, bei seiner Familie aber umso mehr. Seine Pubertät gestaltete sich schwierig. „Erklär’ einmal einer Frau, dass du sie zwar attraktiv findest und auch nicht homosexuell bist, aber trotzdem nicht mit ihr schlafen willst.“ Seine zukünftige Frau sollte schon eine Muslimin sein. Nicht unbedingt der Religion wegen, sondern weil er sich wünscht, dass  sie seine Werte teilt. Ähnlich sehen das auch Mohammed, Erkan und Melih, Göknur und Dunja. Sie alle haben ihre Religion für sich neu interpretiert.

 

Zurück in die Zukunft

 Wo also ansetzen? „Die Gesellschaft muss sich besser kennenlernen, auch der Umgang zwischen den jungen Menschen kommt mir sehr verkrampft vor. Nicht jedes Lächeln ist gleich als Anmache zu verstehen“, sagt der Imam. Die Auseinanderhaltung der Geschlechter beginnt schon in der Moschee, die eigentlich der Ort der Zusammenkunft aller Gläubigen ist.  „Das entspricht nicht der Moschee des Propheten. Zwischen Mann und Frau war höchstens eine Schnur gespannt. Die Frauen saßen zwar hinten, aber nur da die Gebetshaltung vor den Männern für sie unangenehm gewesen wäre.“

STECKBRIEF

  wer ist er

name:        tarafa baghajati

beruf:          imam und gefängnisseelsorger in wien;
                    obmann der initiative muslimischer östereicherInnen;
                    träger des demokratiepreises
                    der margaretha-lupac-stiftung für parlamentarismus;
                    vizepräsident von ENAR (european network against racism)


herkunft:       damaskus, syrien

alter:              49

 

Dos and Don’ts

Der Koran, Hadithe und andere Überlieferungen bringen etliche Regeln für das Liebesspiel.
Was man darf und was man lassen sollte:

-    Sexualität:
Nur in der Ehe. Egal ob küssen oder Geschlechtsverkehr. Mann und Frau sind
vollkommen gleichberechtigt.

-    Homosexualität:
Verboten.

-    Analsex:
Bitte nicht. Im Koran verboten, bei manchen Gelehrten nicht absolut, aber dringend zu vermeiden.

-    Selbstbefriedigung:
Eine gewichtige Rechtschule (Ibn Hanbal) sieht das vollkommen unkompliziert, je nach Bedarf.

-    Sexualpraktiken:
Wie es beliebt, von Oralsex bis Stellung 69 ist alles erlaubt, aber bitte nur einvernehmlich.

-    Verhütung:
Kein Problem, auch chemische Verhütungsmittel sind erlaubt. Verboten sind nur Eingriffe, die eine Schwangerschaft auf Dauer unmöglich machen (Sterilisation). Achtung: Zustimmung der Frau ist Bedingung.

-    Menstruation:
Der Vorsatz „ein echter Pirat sticht auch einmal ins Rote Meer“ gilt nicht für Muslime!

-    Waschung:
muss nach jedem Geschlechtsverkehr vorgenommen werden, damit die rituelle Reinheit vor dem Gebet wieder hergestellt wird.

-    Zeitpunkt:
Während der Pilgerfahrten und beim Fasten „Ramadan“ (aber nur in der Fastenzeit) streng untersagt.

Das sind die Punkte, über die sich fast alle Gelehrten einig sind.
Weitere Empfehlungen:

-    Während dem Beischlaf nicht in Richtung Mekka liegen, weil Gotteslästerung.

-    Al Gazali, ein wichtiger islamischer Gelehrter, schrieb:
„Es ist eine löbliche Sitte, die Beiwohnung mit der Anrufen des Namen Gottes zu beginnen. Außerdem sollte man ein kurz vorm Höhepunkt ein knappes Gebet sprechen, in dem man um eine gute Nachkommenschaft bittet.

 

 

INTERVIEW mit SCHARF
"Gebt den Frauen kein Visum, hier nimmt uns keiner"


Mag.a (FH)Figen Ibrahimoglu ist Sozialarbeiterin bei FemSüd und Obfrau eines türkischen Frauenvereines. Sie bemüht sich seit mehr als 10 Jahren unter anderem um Aufklärung in Dingen Sexualität und Islam. Vor allem Jugendliche sprechen mit ihr über Liebe und Sex.

BIBER: Was sind die Probleme der muslimischen Jugendlichen?

FIGEN IBRAHIMOGLU: Bei mir melden sich hauptsächlich Frauen. Oft bekomme ich Anrufe, die sich um die Rekonstruktion des Jungfernhäutchens drehen. Das Wohl der Mädchen steht im Vordergrund, darum nehmen wir uns dieser Sache sehr an. Ich finde das persönlich nicht OK, Probleme unter den Tisch zu kehren, da es darum gehen sollte, Bewusstsein zu schaffen.

Ist Jungfräulichkeit heutzutage für die mittlerweile dritte Generation wirklich noch so wichtig?

Vor allem für die Elterngeneration hat das noch großen Wert. Es geht so weit, dass Eltern eine ärztliche Bestätigung verlangen, die eigentlich nicht ausgestellt werden darf.

Wie ist das bei den Burschen? Die sind was Sexualität angeht freizügiger?

Auch die Männer müssen als Jungfrauen in die Ehe gehen – allerdings ist bei ihnen vorehelicher Geschlechtsverkehr nicht nachzuweisen. Der Einfluss der Eltern reicht aber doch soweit, dass sich die Jungs „brave und unverdorbene Frauen“ aus der Heimat holen, weil man denen, die im Westen aufgewachsen sind, nicht trauen kann. Das führt so weit, dass die Frauen hier sich bei den jeweilig Zuständigen melden und sich über die „Heiratsmigrantinnen“ beschweren. Sie rufen an und sagen: „Gebt den Frauen kein Visum, sonst nimmt uns hier keiner.“

Mit welchen Schwierigkeiten kämpfen verheiratete Frauen?

Viele muslimische Frauen machen ihre ersten sexuellen Erfahrungen in der Ehe, hatten bis dahin keinen freien Zugang und sind plötzlich Situationen ausgesetzt, die sie bis dahin nicht kannten.

Sind muslimische Frauen im Gegensatz zu anderen verklemmt?

Wie soll es anders sein, sie haben doch seit ihrer Kindheit ein verkrampftes Bild von Sex und vom „Mann“ bekommen. „Lass dich ja nicht mit einem Burschen ein, sprich nicht mit ihnen, schau sie nicht an, halte sie fern von dir, die sind schlecht … „ dies sind die ständigen Aussagen von Eltern oder Brüdern, die ihre Töchter/Schwestern „beschützen“ wollen vor den „bösen Männern“. Wie kann man hier ein gesundes Bild über Sexualität und Männer bekommen?

 

Wie kann man das ändern und den Zugang zu Sex für junge Musliminnen erleichtern?

Es könnte vermehrt Aufklärungsarbeit an Schulen stattfinden. Die Mädchen und Burschen müssen lernen gemeinsam über das Thema reden zu können – Ohne Schamgefühle und ohne Tabus. Aber auch mit Rücksicht und Respekt auf die jeweilige Kultur und Religion des anderen. Es sollte einfach ein Thema der Selbstverständlichkeit werden und nichts, wovor man sich genieren oder schämen braucht.

 

BUCHTIPP:

DENIZ GORAN:  "Die Tochter des türkischen Diplomaten, Heyne Verlag, Euro 8,95.

 

Leicht alkoholisiert und vor Lust bebend, ist die junge Türkin Deniz Goran kurz davor, ihrem griechischen Lover mit Haut und Haaren zu vernaschen. Doch dann hält sie inne und begreift die Situation, in der sie sich beindet: „Darf ich das überhaupt? Sex, einfach so?“ In ihrem Buch „Die Tochter des türkischen Diplomaten“, erzählt Selin Tamtekin, deren echter Name erst nach Veröffentlichung bekannt wurde, über das Leben einer jungen Türkin, die zwischen sexueller Freizügigkeit und gesellschaftlichen, moralischen Werten  hin- und hergerissen ist. Obwohl die Auszüge aus ihrem Leben manchmal an einen Soft-Porno erinnern, geht es der Autorin vor allem um eines: Sie will es mit der von der türkischen Gesellschaft oft vorgegaukelten Heuchelei rund um das Tabuthema Sex aufnehmen und jungen TürkInnen vermitteln: Sex ist schön! Aber nur, solange man bereit ist, auch Verantwortung zu übernehmen.

 

Bereich: 

Kommentare

 

wow. :))

 

danke für diese Kritik. es waren sehr viele sachen drin die ich nicht gewagt habe zu schreiben :)

 

Ja natürlich, ich finde es gehören beide Seiten beleuchtet.

Ich kritisiere auch nicht das Thema. Viele werden das Thema ansich schon kritisieren. Ich finde aber man hätte andere Perspektiven zeigen können. Wie oben erwähnt macht es einfach zu sehr den Eindruck als wolle man junge Musliminnen zu Sex bewegen. Das ist das störende. Wenn das die Absicht der Autorinnen war, dann gute Arbeit aber ich glaube nicht das es so beabsichtigt war.

Allein die Fragestellung im Interview:

Wie kann man den Zugang für Musliminnen erleichtern?

 

die einzige fundierte Kritik, die du von dir gegeben hast. Ja, die Frage ist schlecht gestellt. Und aus dem Kontext gerissen vermittelt sie das Bild, als ob biber danach fragt, wo Moslems Sex mit gratis und mit scharf und mit allem bekommen. Im Kontext sollte die Frage natürlich eher so lauten: „Wie lässt sich diese Gratwanderung zwischen Lust und Religion schmälern oder vereinfachen? Wie kann man den Zugang ZU DEM THEMA (nicht zu den Geschlechtsteilen anderer Menschen) erleichtern?“ Wenn man die Frage nämlich so liest, ergibt auch die Antwort einen Sinn:

„Es könnte vermehrt Aufklärungsarbeit an Schulen stattfinden. Die Mädchen und Burschen müssen lernen gemeinsam über das Thema reden zu können – Ohne Schamgefühle und ohne Tabus. Aber auch mit Rücksicht und Respekt auf die jeweilige Kultur und Religion des anderen. Es sollte einfach ein Thema der Selbstverständlichkeit werden und nichts, wovor man sich genieren oder schämen braucht.“

Wäre die Frage als Frage nach leichterem Sex gemeint gewesen, stünde hier: Geh in irgendeinen Nachtklub, kleide dich aufreizend und schmeiß dich an Männer ran. Steht aber hier nicht, wie du siehst.

 

ist für dich die einzig fundierte Kritik weil du es nicht verstehst. Viele Moslems sehen mit so einer Story ihre Religion vergewaltigt. Das kannst du als weltoffene, moderne olja nicht nachvollziehen. Ich aber schon, weil ich genau zwischen diesen 2 Welten aufgewachsen bin.

Eine Story mit 3 negativ Beispielen. Das ist die Kritik.

Die ist sehr wohl begründet.

 

auch das mit den Beispielen wurde schon vor langer langer Zeit erklärt und erläutert. Es ist unter deinem Niveau, diese Antworten einfach zu ignorieren und zu sagen "hey, die Fakten sprechen gegen mich, aber ICH sprechen gegen die Fakten!".

 

Welche Fakten olja?

Ich spreche für viele Leser und die meisten sind Moslems.

Du bist kein Moslem,Damir ist kein Moslen,Ivana ist kein Moslem, Simon ist kein Moslem, die meisten die diese Story so wunderbar toll finden sind keine Moslems.

Ich kritisiere es als Moslem, Erkan kritisiert es als Moslem und alle User die Moslems sind fühlen sich eher angegriffen.

Das hat nicht den Grund das wir uns aus spaß gegen diese Geschichte vereinigen.

Es geht mir auch nicht wie dir Aussagen zu bekräftigen oder entkräften, ich möchte mein Standpunkt erklären und kein Argumentationswettbewerb gewinnen.

Und wie gesagt das kannst du nicht oder nur sehr schwer verstehen weil du eben nicht so aufgewachsen bist. Es ist für dich volkommen unverständlich. Für mich nicht

 

Ich bin Moslem und kann mit der Story leben. Du hast aber sehr wohl recht, wenn du die fehlende Gegenseite bemängelst. Muslimische Mädels, die das auch toll finden und gerne bis zur Heirat warten. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es selbst genug Moslems gibt, die nichts gegen die Geschichte haben. Man sollte das hier nicht verallgemeinern und sich als Vertreter einer Weltreligion hinstellen.

 

das Leichteste, zu sagen, dass ich das alles nicht verstehen kann, weil man eine besondere Gabe dazu braucht, nämlich die Moslemität, um irgendwas davon nachvollziehen zu können. Aber auch das ist unter deinem Niveau. Es sieht so aus, als würdest du in dem Moment, in dem du keine Antwort mehr weißt, darauf ausweichen, dass ich kein Moslem bin und folglich nix Ordentliches dazu beizutragen habe.

Was muss ich tun, damit Moslems mich ernst nehmen? Offiziell (re-)konvertieren? Kann ich dann mitreden? Wenn's sein muss, bitteschön.

Und jetzt mal Blödsinn beiseite: Du sprichst für keinen außer dir selbst. Oder bist du ein basisdemokratisch (wahaha was für eine Ironie) gewählter Vertreter irgendeiner Einheit? Nein bist du nicht. Also.

Ich kann übrigens sehr gut verstehen, warum sich alle Moslems so aufregen. Was ich nicht verstehen kann, ist die nicht aufhören wollende Weigerung, auf meine Punkte einzugehen.

 

da ti se**s

 

erstmal...

also ich finde auch, wir sollten nicht anfangen uns gegenseitig anzuf... und bitte auch nicht ständig beurteilen, wer was wovon versteht und warum oder eben nicht. ich finde das sehr anmaßend. ich denke, jeder darf sich mit themen beschäftigen, auch wenn sie ihn nicht persönlich betreffen. und sich auch dazu äußern. am ende wiegt das argument. und jedem einzelnen zu erklären, warum er von etwas nichts versteht ist kein argument, sondern anmaßung! bitte, wir sind alle miteinander alt und klug genug, um das nicht auf dieser ebene austragen zu müssen
das vorab.

dann lieber teo:
a) deine kritik, warum wir niemanden genommen haben, der wartet, ist berechtigt und das hätten wir besser lösen können. aber erstens kann man nicht das ganze leben in einen artikel packen, zweitens ist man nachher immer schlauer.

b)ich habe das gefühl, du hast das mit "zugang erleichtern" falsch verstanden. ich meinte nicht den zugang zu sex, sondern den zugang zu dem thema sex. weil ich nämlich glaube, dass eine auseinandersetzung mit einem thema (positiv wie negativ) zu einem verantwortungsvollen umgang führt. übrigens: auch hier ist die palette der reaktionen (von moslems) groß: wir haben gehört: "ich finde den text fast abstoßend und sehr unerotisch" bis hin zu "das verführt zu sehr".

c) natürlich gibt es moslems, die es kritisch auffassen, und hier ist das vielleicht der tenor. allerdings weiß ich vom baghajati, dass er den text mit jugendlichen in der moschee diskutiert hat, war auch kein problem.
bitte jeder spricht hier nur für sich selbst und nicht für andere. aber dass es negative reaktionen gibt stimmt und wir wollen die kritik auch nicht entschärfen. aber gegenargumentieren kann man doch, finde ich.

d) ich möchte bitte die diskussion um "guter" oder "schlechter moslem, weil..." sehr kritisieren. wer sind wir uns so etwas anzumaßen? aus theologischem standpunkt (und ich denke, das gilt für alle religionen) darf das nur einer: nämlich gott. und sicher nicht wir menschen. selbstjustiz war noch nie ein guter weg. außerdem habe ich habe das gefühl, dass das gleichgestellt wird mit "guter" oder "schlechter mensch" - auch das ist anmaßend.

e) ich habe auch was gegen das wort "negativbespiele". wieso ist das negativ? in welchem sinne? dass diese drei menschen so leben, ist eine tatsache. und erst wenn man es zu werten anfängt ist es gut oder schlecht.

f) der satz mit dem schweinefleisch auf dem so rumgeritten wird, soll folgendes zeigen: es gibt auch menschen, die nicht besonders religiös sind, sich aber in traditionellen strukturen wiederfinden - daraus ergeben sich probleme. der punkt ist also nicht ausschließlich darüber zu sprechen, wie religöse jugendliche mit diesem thema umgehen, sondern auch solche, deren eltern vielleicht sehr religös sind und nicht wollen, dass ihre kinder so leben.
es sollte nur ein problem aufzeigen und wie sich dieses ergibt: nichts anderes.

g) warum reden jene, die ständig erklären, dass man darüber nicht spricht dann doch mit? weil es eben einfach ein thema ist, worüber man auch diskutieren kann und darf!

 

++++

 

hm, kann ich nachvollziehen die kritik. ist halt schwierig ein gleichgewicht zu halten.... aber das kennen wir ja schon

 

wieder Kommentare gelöscht. Leute, was ist los hier?

 

Oh my fucking god...

Wie primitiv sind wir, dass sex im 21 jahrhundert noch immer so ein tabu thema sein kann?

Wieso lassen wir uns noch immer von religionen und deren veralteten ideologien kontrolieren?

 

Ich denk' mir auch - Leute, get over it...

 

russell peters hat mal in einer seiner comedy shows was geniales über inder gesagt. es gilt aber im gleichen mass für muslime :)

“It’s so funny when I mention sex around Indian people they all get “Oooh…we don’t talk about sex!” Indians are the most hypocritical people on the planet you know that? We don’t ever want to talk about sex, yet we’re the second largest population in the world… SOMEBODY’S FUCKING!”

 

Ich bin eigentlich schon seit der Bosnien-Story kein großer Fan mehr von Biber und diese Geschichte setzt die Kirsche noch auf das Sahnehäubchen.

Hier werden Moslem beabsichtigt oder nicht beabsichtig wie der letzte Dreck dargestellt.

Alle Moslems sind stolz darauf jungfrauen zu sein.
Die die es nicht sein wollen sind es sowieso nicht.

Es stellt sich wirklich die Frage wieso Biber ausgerechnet 3 negativ Beispiele nimmt? Sowas erwartet man sich von der Krone oder anderen Schundblättern aber nicht vom Biber.

Die Story zeigt mit dem Zeigefinger auf Moslems und sagt: HA HA die ficken ja auch herum aber sie verheimlichen es nur, diese Blödmänner.

Junge Moslems die hier geboren sind, wachsen zwischen 2 Welten auf. Zwischen Pornos,Sex und Freiheit, die andere Seite ist Religion,Kultur,Schamgefühl.

Wenn wir heute auf Österreich schauen da gibt es kein Schamgefühl mehr. Jeder treibt es mit jedem. In den U-Bahnen wird gefickt, in jeder Disco wird geschnackselt,Gruppensex ist geil.

Das passt einfach nicht in die Wertvorstellung des Islams hinein. Man redet nicht über den Sex. Das sollte man respektieren. Es ist eine andere Religion. Es ist einer der intimsten Dinge. Jungfräulichkeit wird hoch angesehen und sogar von den ärgsten Proleten und Weiberhelden respektiert.

Dann kommt Biber und bringt so eine Negativgeschichte.
Die Protagonisten sind "gläubige" Moslems weil sie kein Schweinefleisch essen... Na toll meine Oma isst auch kein Schweinefleisch. Sie muss ja wirklich ein guter Moslem sein.

 

ist sex etwas peinliches? perverses? dass man darüber nicht spricht?
oder einfach nur persönlich?

wenn es nach den monotheistischen religionen ginge, sex nur in der ehe. der wunsch nach sex von menschen und die regeln in den religionen? irgendwie passt das nicht zusammen. ..man soll also erst heiraten, ginge es nach denen, um seine von der natur gegebenen triebe auszuleben.
bei den katholiken noch schlimmer ausgelegt. verhütung verboten. aha. na dann!

wenn du ehrlich zu dir bisst, hängt die geschichte nicht an den drei beispielen.
du weißt, wie leute ticken, was die sexualität angeht. zärtlichkeit, sehnsucht nach nähe, sex. unverheiratet oder verheiratet.
und ehe?
nicht jeder geht diesem schema nach:
bin jetzt 20 und werde heiraten, kinder kriegen und sex haben dürfen.
sind dann die unverheirateten schlecht, die dennoch sex haben wollen?
sind das die verdorbenen westler? und diese drei beispiele sind im westen verdorben worden? nein bestimmt nicht!
die eigene entscheidung ist es, das eigene verlangen, dass menschen leben lässt, wie sie leben.
kloar, gibt es "disziplinierte", die nach den regeln ihrer religion leben. religion gegen natur. der ständige kampf. menschen, die zwar das verlangen haben, aber wegen religiösen regeln unterdrücken. "UNTERDRÜCKEN"
und diese drei beispiele?
schlechte beispiele?
ich könnte einen ganzen roman drüber schreiben, wie junge menschen aufgrund von gesellschaftlichen regeln und zwängen doppelleben führen.
nach außen schein, innerlich sein.
und welche positiv-beispiele wollt ihr?
"ich bin jungfrau und bleibe es bis zur ehe?"
sagen wir so:
solche menschen gibt es auch. aber auch da frage ich mich, ob sie ehrlich zu uns sein würden, oder auch schein nach außen, und innen ihr sein ausleben.
respekt für diese drei, die ehrlich zu uns und zu sich selbst sind.
das bedarf auch courage. und die hat nicht jeder.

 

courage dafür das sie andere mit in den dreck ziehen?

 

welche anderen?
sie reden über ihre erfahrungen.
hat irgendwer im text gesagt, dass jetzt alle mädls ein alibizimmer haben?
wenn ich als katholikin sage, dass ich darauf pfeife, dass meine religion von mir verlangt jungfräulich in die ehe zu gehen, spreche ich dann für alle katholikinnen?
nein!
und dennoch glaube ich an gott und bin katholisch.
leute, die diese beispiele als rufschädigung für moslems sehen, wollen es als rufschädigung sehen und verstehen es nicht als die persöniche erfahrung dieser menschen.
sie sagen offen, ich bin moslem und habe vorehelichen sex. das schlimme dabei ist, dass dann irgendwer daher kommt und diesen leuten ihr moslemsein aberkennt. das wären gar keine richtigen moslems, hat es geheißen.
wer nimmt sich das recht ihnen ihre religion abzuerkennen, wenn sie nicht nach allen regeln des islam leben?
wenn einer zu dir kommt und sagt, dass er schon vor der ehe sex hatte und meint, dass er moslem ist. sagst du ihm dann, dass er keiner ist?
es gibt sehr wenige, die es schaffen alle religiösen gebote zu befolgen.
ein junger moslem hat mir mal gesagt, dass er sich erst ausleben will, bevor er seine pilgerfahrt nach mekka macht und dann fromm lebt.
das könnt ich auch machen. erst so richtig loslegen, und dann in den beichtstuhl gehen. und alles ist wieder gut. net woahr?
wozu dann diese regeln, wenn menschen möglichkeiten finden, sich ihre eigenen zu schaffen. seiner meinung nach ist das absolut ok. erst "sündigen" und sich dann reinwaschen? ist dass dann die rätsels lösung, um wieder ein gläubiger zu werden?
wenn er doch rumgepoppt hat, vor der ehe, und dann irgendwann die frömmigkeit für sich entdeckt.
und vor seiner familie hat er das nicht so gesagt. vor denen wird so ein thema nicht besprochen. das ist sein masterplan für seine religion. erst action und dann zurück zu gott.

 

es hilft, wenn man sich die ganzen Posts durchliest, weil alle deiner Punkte wurden bereits entkräftet und es wurde auf alles schon geantwortet. Erspar’ uns doch die Mühe der Querverweise.

 

tief durchzuatmen und die artikel genau und kritisch zu lesen, mit einem weinenden und einem lachenden auge.
und als kritisch demokratisch denkender mensch kann man auch diesen artikel lesen.

schon roland barthes sagte, man soll den autior weglassen und den artikel als rohstück sehen.
vielleicht lässt du mal den balkanartikel weg und liest diesen artikel als neues werk, vielleicht neutral.
und kritisch zugleich.

vorschlag, hm?

seid ihr alle da, kinder?
jaaa, kasperl!

 

liebe leute,
ich finde es sehr spannend wie "aufgeklärt" sich da viele biber-leute scheinbar sehen. ja, ihr seid die besten, die aufgeklärtesten. es ist EURE aufgabe die muslimInnen über den sex aufzuklären. kritikerInnen werden gleich als nicht fähig zur aufklärung abgestempelt.

jetzt mal ehrlich - und das hier geht an die chefredaktion:

wenn ihr so super aufgeklärt seid, warum strotzt euer blatt eigentlich vor sexismus?? alleine die fotos von der frau immer ganz oben sind einfach so sexistisch - immer geht es um "scharf" und ich "sexy" im zusammenhang mit frauen. wo sind eigentlich mal die "scharfen männer" "sexy männerbilder" oder ähnliches? vielleicht mal ab und zu...

also, bevor ihr die muslimische welt mit aufklärung erhellt, erhellt euch mal selber zum thema sexismus.

auch das bild, das ihr hier verwendet ist sexistisch - typische enthüllungsfantasien über kopftuchfrauen!! damit tappt ihr einfach im total normalen sexismus herum - da gibt es sogar studien dazu. warum kein bärtiger mann mit turban im bild und sein hintern eigentlich? warum eigentlich wieder nur frauenhintern als aufmacher??

SEXISMUS!!! ein so durchgehend sexistisches blatt, dass auch noch stolz sexistisch ist, soll jetzt so großartig aufklärerisch sein?

UND: ich glaube, dass hier ganz viel neid mitschwingt - neid, dass gläubige, praktizierende muslimInnen SEX genießen dürfen ohne tabus auch wenn sie es nicht öffentlich machen. deshalb ist es natürlich viel spannender die armen opfer oben darzustellen anstatt die sexuell erfüllten praktizierenden muslimInnen.

damit hab ich auch schon genug gesehen vom super-aufgeklärten biber.
ich hab mich damals das erste mal eingeloggt wegen den kopftuch-kandidatInnen zur wahl und wollte mal sehen, was da für leute sind.
bis auf den kalimero hab ich keinen normalen menschen getroffen - kalimero, dir wünsch ich viel erfolg und kraft hier im nest der islamophobie! ich hoffe, du machst weiter!

 

Omg... He, komm, wenn Muslime, Christen und Juden im 21 Jahrhundert noch nicht mal mit Sex umgehen können, was soll man sich dann eig von diesen Religionen zu wichtigeren Fragen erwarten? Sry, aber für mich ist jeder, der denkt, dass diese 3 Heiligen Bücher, das Fundament der Welt sind und man alles drin glauben soll ein Idiot! Und jeder der sich nur an einen Teil davon hält, weil ihn die anderen Regeln nicht gefallen, ist ein Heuchler.

Ist doch lächerlich echt.

 

1. Weil Frauenhintern einfach schärfer sind :D - opps, war das jetzt auch sexistisch?
2. Klär uns du doch ein wenig auf, bist du eine sexuell erfüllte, praktizierende Muslimin? :) - opps, darüber redet man ja nicht

 

ich möchte jetzt auch einmal etwas positives sagen, weil ja die, die sich aufregen immer mehr sind, als die die was gutes sagen

mir gefällt dieser artikel sehr gut, weil ich mich darin wiederfinde. auch wenn es viele moslems nicht hören wollen: natürlich ist das verbot vor der ehe sex zu haben ein problem und natürlich haben viele trotzdem sex.
ein problem ist es vor allem für uns frauen, weil wir unter größerem druck der famiien stehen und weil man es halt nachweisen kann!!! solche und ähnliche geschichten wie die, die da oben stehen gibt es genug! ich kenne es von mir und vielen meinen freundinnen. und ich persönlich wünsche mir von meiner religion dem islam, dass er erkennt, dass es das gibt und damit umgeht. man kann nicht so tun, als wäre das alles eine lüge oder biber niedermachen, nur weil sie sich das sagen trauen, was von anderen zutode geschwiegen wird und weil man halt nicht will, dass es an die öffentlichkeit kommt!
also danke biber! mir und vielen meiner freundinnen hat der artikel sehr gut gefallen! es war an der zeit, einmal darüber zu sprechen!!!

zum bild: auch da versteh ich die aufregung nicht ganz: jeden tag sehen wir auf plakaten ähnliches und anzüglicheres.

und daft punk, zum thema sexismus: dir ist noch nicht aufgefallen, dass biber immer mit klischees spielt? und schon mal was vom stilmitel der übertreibung gehört?

 

++++
ich danke dir für deine ehrlichkeit.
mehr menschen wie dich!!!! bitte!

 

Tausend Dank für dieses interessante und aufschlussreiche Kommentar. :)

 

Man soll nicht andere Leute verletzten damit man nur über alles reden will!Das Foto finde ich als absurd,weil ihr wisst sicherwelche Werte manche Glaubensgemeinschaften bzw. Religionen haben!Und es stimmt nicht was hier erzählt wird,viele der muslimischen Mädchen sind sowieso nicht mehr Jungfrauen,die westli8che Welt hat es eh schon erreicht das die moslemischen frauen vor Ihren Ehen(wenns sie überhaupt einmal Heiraten)sowie die westlich orientierten mit 100 Männern schlafen das gilt genauso auch für die Männer.Und im Bibel steht das auch Sex vor dem Ehe ist verboten,ich kenne auch ein paar Christen diebis zum Ehe warten!Und Judentum lebt auch sehr intensiv ihre Religion aus aber man redet immer wieder über die Moslems,lass tbitte die leute so leben wie sie es wollen!!!lg

 

gibt es genug Leute (Moslems, Christen wie Juden und andere), die enthaltsam Leben. Das ist nur die Geschichte derer, die ihre Religion und ihr Leben anders sehen. Das heißt nicht, dass das alle so tun!

 

Immer wieder findet man islamkritische Artikeln in Biber.
Obwohl es unter Aleviten sehr viele Ähnlichkeiten mit den Muslimen gibt, wird selten über diese Gruppe ausgehaut. Warum steht nicht im Text, dass die Aleviten genauso solche "Sexgeheimnisse" haben und geprägt vom Doppelmoral sind?

Gibt es unter Aleviten keine Zwangverheiratung, patriarchalisch Familienstrukturen, abgekapselte "Kulturzentren", Hassprediger und und und... Aber nein gel, die Aleviten sind zur Gänze liberal und aufgeklärt. Dieses Bild wird transportiert, welches absolut nicht der Wahrheit entspricht. (Gerade jene türkisch/kurdischstämmige Menschen aus dem Osten der Türkei haben jene Probleme, wie ich sie oben aufgezählt hab und Aleviten kommen aus dieser Region)
Das wundert mich auch nicht wenn gewisse Redakteure eben dieser Gruppe angehören und einfach nicht darüber schreiben. Es sind immer die anderen schlecht/böse/schuld.. Besonders wenn Linda Say Verfasserin der Artikeln ist, wird meist gehetzt gegen Muslime. Sorry, da bist du nicht besser als Hojac und HC.

Gott sei Dank sind nicht alle Aleviten so. Möchte nicht verallgemeinern, jedoch finde ich diese Art von Artikeln - "ausschließlich Islam schlecht darstellen" - einfach unerträglich.

 

sind aleviten keine moslems? klär mich auf!

 

Sie sind eine eigene Strömung. Wenn man sich schon dafür einsetzt gesetzlich voll anerkannt zu werden, soll sich jede/jeder einzelne Alevite auch dafür stehen und sich nicht hinter Muslime verstecken. Wenns mal brenzlig wird -> wir gehören nicht dazu, wir sind liberal und aufgeklärt. Stimmt alles nicht.

Die Zeit wird sich zeigen, wie Vertreter des Alevitentums zur brisanten Themen öffentlich STellung nehmen wird. Kurz möchte ich noch erwähnen, dass die islamische Glaubensgemeinschaft FÜR ANERKENNUNG des Alevitentums steht. Hier wird oft das Gegenteil behauptet.

 

haben "sexgeheimnisse"?
interessant. klär mich mal bitte auf.

 

genau siehst du in diesem Artikel den Islam schlecht dargestellt? Könntest du das vielleicht etwas ausführlicher erklären, möglicherweise mit Beispielen?

Und warum sollte es „eh klar“ sein, wenn eine der Autorinnen selbst Muslimin ist, dass angeblich so über den Islam hergezogen wird? Normalerweise würde man ja bei nicht aufgeklärten und frei denkenden Menschen davon ausgehen, dass sie ihre Religion um jeden Preis verteidigen wollen würden.

Außerdem wurde in dem Text nirgends explizit geschrieben, ob die vorkommenden Personen nun Aleviten, Schiiten, Sunniten etc. sind. So wie es ein außenstehender beurteilen kann, könnten theoretisch ALLE Schicksale die von Aleviten sein.

 

Theoretisch können diese Schicksalbe eben KEINE Aleviten sein, weil allein das Bild weist schon hin, wer da gemeint ist.

 

nicht. Das Bild ist eine symbolische Darstellung. Ob die Leute darauf Sunniten, Schiiten, Aleviten oder koptisch-orthodox, evangelisch oder röm. katholisch sind, war intern zu keinem Zeitpunkt Gegenstand der Diskussion.

 

Überschrift des Artikels:
Sex im Islam
Foto: eine offensichtlich praktizierende Gläubige, mit arabische Schrift versehendes Bild. Der Text ist wahrscheinlich aus dem Koran.

Glaubst an was denken die Leute, wenn sie sowas sehen. Du brauchst du Tatsachen nicht verdrehen.

Es geht wohl um die Sunniten, Schafi,Schiiten.. ABER NICHT ALEVITEN, CHRISTEN, JUDEN, BUDDISTEN oder sonst was.

 

das ist so ein rhetorisches Mittel. Das heißt stilistische Überzeichnung. Hyperbel auch genannt. Hoffe ich konnte weiterhelfen. http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbel_(Sprache)

 

dass aleviten auch moslems sind? mir geht das auf den nerv

 

so, manche so.

 

aha ist die Autorin Muslimin?

Tauscht mal das Foto von der Frau mit Kopftuch gegen ein Foto von Hz. Ali oder Haci Bektas Veli aus.

Als nächstes Thema, die ihr behandeln könnt:
Heiraten mit Cousin(e) ersten grades (freiwillig oder unter Zwang) unter Aleviten

Glaubst wären gewisse Redakteure bereit, soche Artikeln zu veröfftentlichen?

 

die du dazu hast.

 

Durch zufall fiel mir eure zeitung in die hände und danach folgte der wunsch mich auch zu äußern. Manche der kommentare zu diesem thema stellen mir die frage: ist dies wirklich eure eigene meinung oder die eurer eltern? Ich kann nichts islamfeindliches in diesem artikel finden. Vielleicht liegt es daran, dass ich nun endlich es mir in meinem alter als glücklich verheiratete frau leisten kann kritisch religion mit gesellschaft zu trennen. Meine religion (alhamdullilah ich bin muslima) hat viele rechte und pflichten, wo es bis auf wenige außnahmen keinen unterschied zwischen mann und frau gibt. Nun aber stehen die verschiedenen auslegungen der gesellschaften dem gegenüber. Nirgends im kuran steht geschrieben, dass das leintuch nach der hochzeitsnacht der schwiegermutter übergeben werden muss. Dies geschieht aber heute noch!! Und was unsere burschen, väter und Mütter von uns erwarten (abstinenz bis zur Hochzeitsnacht) wieso wird dann das auswärts schlafen bei der freundin unseres bruders geduldet? Ich weiß dass das so ist, ich habe es oft genug verfolgt, wie aus diesen burschen durch import aus der heimat rechtschaffene männer wurden - unsereins galt schon als hure, weil er mit kollegen gemeinsam am Referat arbeitete. Rasch huschen sie an einem vorbei wenn sie in begleitung ihrer stolzen entjungferung sind, doch wehe sie sind allein, dann sind sie die alten immer noch auf der suche wie in ihrer pupertät. Mein mann sagt zu diesen seinen landsleuten dann: "glaubst vielleicht, dass ich sie dir wegschnappe weilst sie versteckst?" Freunde wir sollten nicht alles auf die goldwaage legen, wir sollten nicht vergessen, dass wir alle die gesellschaft sind. Wenn ich jemanden sagen höre in meiner Familie ist das so - dann bitte gründe deine eigene familie und ändere was dir am familienleben deiner elter nicht gefallen hat! Dies gilt für jeden egal in welche religion oder auch nicht er hineingeboren wurde. Ich habs gemacht und ich würde es wieder tun. Natürlich wird man mit dem alter etwas zurückhaltender, weil man ja auch als vorbild für seine kinder fungiert. Ich würde aber nie von meiner schwiegertochter das leintuch verlangen oder meinen sohn danach fragen. Wir frauen haben mehr macht als wir glauben, allein durch die erziehung der männer - überlegt mal. Und bis es soweit ist, wehrt euch!! Erlaubt den grauslichen gesellschaften nicht den islam als schutzschild zu verwenden!
Zum thema rekonstruierung des jungfernhäutchens: jeder gesellschaft ihre idioten!! Wer wirklich sich zur enthaltsamkeit entschließt hat es nicht leicht, also liebe burschen wollt ihr der erste sein , dann müsst ihr eure ossis hängen lassen, denn glaubt ihr an allah, dann wisst ihr, dass er alles sieht, auch wenn eure eltern, freunde verwandte wegsehen! Ach ja und auch in eurer heimat waren die mädchen nie das was sie zu scheinen sind.

 

durch das brechen von tabus oder "tabus"entstehen meistens leider neue strukturen die in die selben oder ähnliche richtungen gehen können manchmal auch aber selten verschiedene richtung gehen können!was du aber meinst das jede oder jeder selber entscheiden soll wie religiös sie oder er ist?!
und das veraltete moralvorstellungen über bord geworfen werden sollen und die jungen menschen das leben können was sie eben möchten!doch im einklang mit verantwortung und selbt anerzogenen moralerziehung einer weltoffenen gesellschaft!
da stimme ich dir voll zu:)!
das grundmodell der idee und der festlegeung einer jungfreulichkeit istja in allen kulturen auf verschiedene art und weise leider noch überall in jeder religion irgendwie bestanteil.

 

wo wird in diesem artikel einmal das wort alevit verwendet??? nirgendwo. und woher weißt du, ob nicht unter den befragten aleviten dabei sind? warum ist diese unterscheidung so wichtig. und würden wir nicht glauben, dass es das gibt, hätten wir nicht darüber geschrieben. ich verstehe die kritik nicht.

 

Also nach einigen Kommentaren, stellt sich mir doch die Frage: In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Jede Religion hat ihre Gebote und diese zu befolgen ist die freie Entscheidung der Menschen, die Gott, nach den heiligen Schriften zu beurteilen, letztenendes selbst erschaffen hat. Die Taten der Menschen unterliegen ihrer Verantwortung und keiner hat ein Recht über diese Entscheidungen zu urteilen! Wenn sich Muslime dazu entscheiden vor der Ehe Sex zu haben, dann ist dies ihnen überlassen. Es liegt alles im Auge des Betrachters! Im Islam ist es eine Sünde wenn man Alkohol trinkt, doch viele tun das, genauso ist es mit dem Sex. Nur leider wird immer der voreheliche Sex schlimmer gesehen als die anderen Gebote. Sind nicht alle Gebote gleich viel wert? Und zählt nicht letztenendes nur die Absicht der Taten die wir tun? Ob wir etwas mit Herz und aus Liebe tun oder aus Zorn, Gewalt oder Neid(= ebenfalls eine Sünde in allen Weltreligionen!)? Gott ist barmherzig und wenn ein junges Paar sich dazu entscheidet Sex vor der Ehe zu haben, dann ist das ihnen überlassen.

Egal wie man es dreht oder wendet - jeder tut das was er für richtig hält. Weiteres habe ich hier ein Kommentar gelesen mit dem Inhalt "Warum wird ständig über die Muslime diskutiert, aber nicht über die Juden die auch ihre Religion streng praktizieren?" - Kompletter Unsinn! Denn würde es nach der Thora, der Bibel und dem Koran gehen, dann hätte keiner vorehelichen Sex, keiner würde Alkohol trinken, jeder würde die zehn Gebote beachten und seinen Nächsten lieben - leider sind wir, meine lieben gläubigen Freunde (egal welcher Religion ihr auch angehört) weit davon entfernt, deshalb leben wir auch in "so einer Welt"!

Ein Lob an die Redaktion und an eure zahlreichen, sehr interessanten Artikel!

 

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fad

iv.cucu.

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