"Es ist zum Kotzen!"

27. Juni 2015

Der Fotograf Christoph Liebentritt, der auch regelmäßig für uns fotografiert, ist mit der derzeitigen Situation weltweit alles andere als glücklich und lässt in diesem Kommentar Dampf ab. Er hat seine Worte ziemlich treffend formuliert, aber lest am besten selbst:

Christoph Liebentritt, Fremdenzimmer,
Foto by Christoph Liebentritt

Ich pack' es nicht mehr. Es ist zum Kotzen. In Tunesien schießt ein Wahnsinniger auf Touristen. In Frankreich hängt ein Kopf am Zaun. In Kuwait sprengt sich einer in die Luft und nimmt Unzählige mit. Die IS ertränkt Menschen in einem Metallkäfig, den sie langsam in einen Pool lassen. Sie sprengen sogenannten Spionen die Köpfe mit Zündschnüren um den Hals weg.

In Österreich, einem der reichsten Länder, müssen Flüchtlinge auf der Straße schlafen, weil die Politik nur durch Unfähigkeit glänzt. Die Landeskaiser verhindern jedwede sinnvolle Lösung. Auf EU-Ebene Solidarität einfordern und es innerhalb Österreichs nicht zustande bringen, geht sich nicht aus. Die FPÖ wird (bald) stärkste Partei, mit einer unfassbar menschenverachtenden Politik. Offenbar der einzig mögliche Ausgang aus dieser Ohnmachtssituation, wenn SPÖVP keinerlei Perspektiven oder Visionen anzubieten haben. Es kotzt mich an, diese Sesselkleber, dieses elendigliche Geschwafel von Cap und Co.. Peter Pilz sitzt in seiner Sozialwohnung, das SPÖ-Pendant Muchitsch bezahlt sicher nicht 1000 Euro für eine Wohnung für seine Familie. Er verdient ja nur fast 9000 Euro im Monat.

Hauptsache Wolfgang Schüssel feiert seinen Geburtstag in der Orangerie Schönbrunn, der diese schmierige Politik salonfähig gemacht hat. Sich hingegen über Faymann aufzuregen, wäre Verschwendung kostbarer Atemluft. Dieses Trauerspiel erledigt sich ohnehin in sehr naher Zukunft. Als gelernter Österreicher ist man es gewöhnt, zu jammern und sich anjammern zu lassen, aber so unerträglich und von unfähigen Personen besetzt, war die österreichische Politk, seit ich politisch denken kann, noch nie.

Nasse Fetzen sind die einzige Möglichkeit oder das Umquartieren des Hohen Hauses in eine nasse Zeltstadt. Vielleicht kann man dadurch das Herumgeeiere beenden. Zum Glück kümmern sich die Grünen um Ampelmännchen und Zebrastreifen in den Bobo-Hochburgen. Vielleicht mach ich jetzt auch mein Profilbild bunt. Freundschaft, Weltfrieden und so.

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Kommentare

 

Man kann irgendwie nicht vor, aber auch nicht zurück: Liberalismus & Toleranz gebieten es uns, Flüchtlinge aufzunehmen, die selber mehrheitlich alles andere als liberal und tolerant sind.
ZB Frau hinterm Herd; der Sohn darf nächtens ausgehen, die Tochter nicht; Meinungsfreiheit gibts bei Karikaturen sowieso nicht; und für die "Ehre" fliegen schonmal die Fäuste.
Gibt ein paar gute Artikel dazu zB hier auf dasbiber oder auf Vice.

Nachdem in Wien tausende türkische AKP-Fahnen wie annodazumal geweht haben ist manchen nicht sehr wohl zumute.

Paradox:
Die FPÖ vertritt mMn genau diese patriarchalische Kultur, lehnt aber strikt ab, diese Menschen aufzunehmen.
Die Linke hingegen, hat im Vergleich zum arabischen Kulturraum ein komplett konträres Weltbild, ihrem Selbstbildnis nach müsste man diese Flüchtlinge aber aufnehmen.

Die FPÖ macht so weiter wie immer, und die Linke steckt im Dilemma...

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