ABGEFAHREN

09. Juli 2015

Radfahrer sind auf der Überholspur. Ein eigener Beauftragter und Begegnungszonen lassen die Anzahl der Drahtesel-Ritter täglich steigen. Auf der TU in Wien gibt es sogar die Vorlesung "Radfahren in Wien". Und laut einer UNO-Studie können Radfahrer Leben retten. Wer sich heute noch als Velo-Gegner bezeichnet, hat eindeutig keine Luft mehr im Reifen. Damit ihr für die anstehende Sasion gewappnet seid, haben wir für euch die Radwege unsicher gemacht und sechs Exemplare vor die Linse geholt.


Die Holländerin
Dass man den Radweg auch als Laufsteg nutzen kann, beweisen uns die Holländerinnen. Sie verzichten auf Sportbekleidung, Schweiß und schnelles Tempo. Komfort und Grazie stehen im Mittelpunkt, das beweist das schicke Einkaufskörbchen auf dem Radlenker.

Name: Julie L. (21)
Beruf: Kindergartenpädagogin
Radwert: 300 Euro
Lieblingsstrecke: In Richtung Lobau an den Kleingärten vorbei
KM pro Tag: 10, fährt Rad an 100/365 Tagen im Jahr

Radfahren
Foto by Marko Mestrovic

Der Racer
Der Racer ist eine gequälte Seele. Die Ausrüstung ist top und das Rennrad kostet so viel wie ein Kleinwagen. Wenn da nicht di Stadt wäre. Den Autos hinterher fahren geht nicht und die Fahrradwege sind immer voll. Deswegen fährt er lieber über den Brenner oder die Serpentinen runter an der Steilküste Mallorcas.

Name: Marvin Mangalino (33)
Beruf: Hoteldirektor
Radwert: 5.500 Euro
Lieblingsstrecke: Der Tulbingerkogel
KM pro Tag: 60 in der Hauptsaison, fährt Rad an 230/365 Tagen im Jahr.

abgefahren, fahrrad, typen
Foto: Marko Mestrovic

Der Falter
Der Falter liebt es praktisch. Meistens im feinen Zwirn unterwegs Richtung nächstes Meeting, hat er keine Zeit für Parkplatzsuche. Also Rad zusammanefalten und ab ins Büro. Bei Schlechtwetter hat der Falter kein problem. Er ist ja praktisch quadratisch und kann in den Öffis genauso gut überleben wie am Fahrradweg.

Name: Sarah Visagaperumal (20)
Beruf: Studentin
Radwert: Unschätzbar
Lieblingsstrecke: Ottakringer Straße bis zur Hauptuni
KM pro Tag: ca 8, fährt Rad an 200/365 Tagen im Jahr.

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Foto: Marko Mestrovic

Der Minimalist
Er wird euch garantiert keinen Platz auf dem Radweg wegschnappen. Der Einradfahrer darf da nicht drauf und Straße ist genauso tabu. Wenn der Zirkus nicht in der Stadt ist, fühlt er sich ausgeschloossen. Doch Einradfahrer brauchen nicht viel, dann muss eben der Gehsteig herhalten.

Name: Markus Zambiasi (37)
Beruf: Notarzt
Radwert: 350 Euro
Lieblingsstrecke: Klosterneuburg - Scheiblingstein - Wien
KM pro Tag: 10, fährt Rad an 160/365 Tagen im Jahr.

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Foto: Marko Mestrovic

Der Transporter
In den Morgenstunden trifft man sie regelmäßig. Die Baby-Transporter sind im Stress. Kind abliefern und weiter in die Arbeit. Schnell sind sie nicht unterwegs und blockieren gerne einmal die Fahrspur. Aber nicht aufregen: Baby on board.

Name: Flo (32) und Uli (4)
Beruf: AHS Lehrer
Radwert: 800 Euro
Lieblingsstrecke: Die Donauinsel
KM pro Tag: 20, fährt Rad an 365/365 Tagen im Jahr.

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Foto: Marko Mestrovic

Der Styler
Der Rahmen ist rostig, die Schaltung funktioniert nicht. Die Straßenbahngleise verschlucken die dünnen Reifen. Ja und? Mein Rad ist retro und von "Puch". Komfort zählt für den Retro-Styler nicht zu den wichtigsten Kriterien. Hauptsache auffallen ist seine Devise.

Name: Andi Schaber (27)
Beruf: Koch
Radwert: 700 Euro
Lieblingsstrecke: Die Donau entlang Richtung Passau
KM pro Tag: 25, fährt Rad an 200/365 Tagen im Jahr.

Radfahren
Foto by Marko Mestrovic

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