Energie sparen – Gut fürs Geldbörserl und fürs Klima

08. September 2022
Dieser Winter wird hart und teuer. Aber muss er auch wirklich kalt werden? Wir haben mit Agnes Zauner, Geschäftsführerin von Global2000, über wertvolle Spartipps gesprochen.
 
Von Celina Dinhopl, Foto: Zoe Opratko
 
Energiesparen
© Zoe Opratko
 
BIBER: Wie viel kann der Einzelverbraucher wirklich zum Klimaschutz beitragen?
 
Agnes Zauner: Eines gebe ich vorweg: Wenn Menschen mehr Energie sparen, hilft das nicht nur dem eigenen Geldbörserl, sondern auch dem Klima. Das geht miteinander Hand in Hand. Man muss aber auch sagen, dass es bei dem Energieverbrauch nur zu einem kleinen Teil um einzelne Haushalte geht, denn vor allem die Wirtschaft ist verantwortlich. 
 
Durch veraltete Dämm- und Heizsysteme geht viel Energie und Geld zum Fenster hinaus. Was kann man dagegen tun, ohne große Kosten auf sich zu nehmen?
 
Am effizientesten wäre es, die Wohnungen und Häuser komplett zu sanieren, sodass kaum Energie entweicht, aber das ist für die meisten nicht realistisch. Natürlich kann man in Mietwohnungen vieles nicht machen, was Eigenheime können, dazu zählen unter anderem technische Neuerungen. Da wird noch mal deutlich, dass es nicht an Einzelpersonen liegt, sondern an der Politik, die veranlassen sollte, alle Wohnungen sanieren zu lassen. Auch wird mal was kaputt, da kann man beim Neukauf auf echte Energielabel achten, denn mit effizienteren Geräten spart man auf jeden Fall mehr.
 
Was ist der größte Mythos beim Energiesparen? 
 
Es ist vor allem eine Umstellung der Gewohnheiten, denn die großen Hebel betätigen die Politik und Wirtschaft. Für jeden Einzelnen gilt aber trotzdem: Schon kleine Schritte können sich auf das Jahr hinweg auszahlen.
 
Agnes Zauner
Agnes Zauner ist Geschäftsführerin von Global2000. ©Thomas Zauner
 
 
 
1 Richtiges Lüften
 
Anstatt die Heizung auf 30 Grad zu stellen und durchgehend zu lüften (=kippen), reichen 21 Grad und Stoßlüften (= einmal kurz das Fenster aufreißen und dann wieder schließen). 
 
2 Effizientes Heizen
 
Zu hohe Temperaturen im Schlafzimmer stören sogar den Schlaf. Ohne Heizen - aber mit einer dicken Decke - spart man viel.
 
Elektronische Geräte -ausstecken
 
Schon gewusst? Wenn man den Verbrauch aller Stand-by Geräte Österreichs zusammenrechnet, erhält man genauso viel Energie wie ein Donaukraftwerk. Daher ungenutzte Geräte ausstecken.
 
Eco-Programme nutzen
 
Bei modernen Waschmaschinen und Geschirrspülern gibt es Eco-Programme. Die dauern zwar ein wenig länger, sparen aber viel Energie. Früher hat man Kleidung heißer gewaschen, weil die Waschmittel noch nicht so gut waren. Heute wirken die Waschmittel auch schon bei 30 Grad. Auch gilt: Geräte immer vollräumen vor dem Einschalten!
 
Heißer Tipp für den Kühlschrank
 
Ein persönlicher Tipp von mir: den Kühlschrank mit langhaltenden Getränken wie Säften oder Bier voll einräumen. Die Getränke speichern Kälte und sparen viel Energie. Auch muss man den Kühlschrank nur auf maximal 7 Grad hinunterkühlen.
 
Ökostrom statt fossiler Energie
 
Auf richtige Ökostromtarife wechseln. Diese sparen viel an Energie und daraus folgend Geld. Zu beachten ist aber, dass es sich wirklich um echten Ökostrom handelt und nicht um fossile Brennstoffe und gekaufte CO2-Zertifikate* . 
 
 
 
 
*CO2-Zertifikate erklärt: Eines der wichtigsten Klimaziele ist es, den CO2-Ausstoß zu verringern. Daher wurde der Emissionshandel eingeführt. Dabei werden CO2-Zertifikate von Staaten oder Unternehmen gekauft, wodurch das Recht erworben wird, eine gewisse Menge an CO2 auszustoßen. 

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