Klimawandel: Nicht nur ein Problem der Zukunft

10. Dezember 2019

Taifun-Überlebende Marinel Ubaldo nahm ihr Schicksal zum Anlass, sich für den Klimaschutz zu engagieren. Während Kinder in anderen Ländern unbeschwert zur Schule gingen, erlebte sie eine Naturkatastrophe nach der anderen. Pro Jahr etwa zwanzig Taifuns. „Das Meer kann manchmal grausam sein.“, schreibt sie in einem Brief an Amnesty International. In diesem weist sie darauf hin, dass es sehr wichtig wäre, über die Naturkatastrophen auf den Philippinen zu sprechen. Das Problem betreffe schließlich echte Menschen und andere Länder sollten endlich aufstehen und etwas tun. „Junge Menschen haben die Energie und die Kraft, für jene zu sprechen, die nicht selbst aufstehen und etwas sagen können“, führt Marinel fort. Der Klimawandel würde außerdem unsere elementaren Menschenrechte beeinträchtigen. Durch den Taifun Haiyan realisierte die 22-jährige, dass der Klimawandel nicht nur ihre Zukunft, sondern bereits die Gegenwart beeinflussen würde.

Marinel, Klimaschutz, Taifun

Zerstörung der Heimat

Der Super-Taifun Yolanda zerstörte 2013 die Heimat von 16 Millionen Menschen. 6300 Todesopfer forderte die Naturkatastrophe und 28.000 BewohnerInnen wurden verletzt. Die philippinische Regierung reagierte unzureichend auf die katastrophalen Zustände. Sie stellten zwar Lebensmittel, Medikamente und Geld zur Verfügung, allerdings nur für wenige Wochen. Die provisorischen Unterkünfte boten nicht ausreichend Zugang zu Wasser und Elektrizität. Das führte dazu, dass Betroffene wieder zurück in ihre zerstörten Häuser zogen, welche als sehr gefährlich eingestuft wurden. 

Marinels Appel richtet sich in einem Brief an die Teen Vogue vor allem an Staatsoberhäupte weltweit: Die Treibhausgase müssen minimiert und betroffenen Ländern geholfen werden.

Die junge Klimaaktivistin war Mitorganisatorin des weltweiten Klimastreiks am 20. September. Auch privat setzt sie sich für dieses Thema ein und unterstützt mittels Social Media umweltfreundliche Produkte. Wenn sich Marinel nicht gerade für internationale Klimakonferenzen bewirbt, schaut sie gerne Filme oder singt. Besonders Opern- und BroadwaysängerInnen faszinieren sie, wie z.B. Lea Salonga.

Marinel, Klimaschutz, Taifun

Mitmachen

Wenn du Marinel bei ihren Vorhaben unterstützen möchtest, kannst du dies unter www.action.amnesty.at/marinel tun. Außerdem gibt es im Rahmen eines Briefmarathons die Möglichkeit, dich mit anderen Teilnehmer*innen zu solidarisieren und durch einen Brief, Appell, eine E-Mail oder eine Postkarte Druck auf die politischen Entscheidungsträger auszuüben. Weitere Infos unter https://www.amnesty.at/mitmachen/kampagnen/briefmarathon.

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