Was ich an Männern mag

24. Juni 2018

man, roses

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Männer online viel verbalen Prügel abkriegen. Sie sind zwar ständig Thema – aber oftmals eines, worüber frau sich aufregt.  

Männer sind selten Protagonisten, wenn es um das Gefühlvolle geht - um die sozialen oder kleinen Elemente und Momente im Leben, die den Mann an und für sich einzigartig erscheinen lassen. Spezielle Eigenarten die uns Menschen, und besonders Frauen, zum Lächeln bringen, über die wir uns freuen, weil Männer so sind, wie sie eben sind.

Ich habe schon viel über das andere Geschlecht gelesen. Aber wenige bis gar keine Beschreibungen mit Details über männliche Charakterzüge, die nicht in Verbindung mit Stärke, Macht oder irgendwelchen bestimmten Männerpositionen oder maskulinen Rollen stehen.

Männer sind sehr präsent und spielen oftmals doch nur eine Nebenrolle. Weil die Beschwerden über sie die traurige Priorität darstellen.

Sprich: Es wird viel über sie geredet, aber es stehen eigentlich nicht sie im Mittelpunkt, sondern immer nur die negativen Dinge, die mit ihnen in Verbindung gebracht werden. Und im Endeffekt ist dann meist etwas anderes wichtiger als der Mann selbst – mit seinen schönen und einzigartigen Seiten.

Dabei sind 'männliche' Eigenschaften, ihre Eigenheiten und Angewohnheiten, oft das was uns Frauen ja so sehr gefällt, weil es uns selbst manchmal fehlt. Es sind 'ihre' Dinge, die unsere weibliche Welt noch schöner werden lassen können.

Natürlich finde ich Waschbrettbäuche sexy. Aber im Grunde kommt es auf ganz andere, wesentliche Dinge an, die einen Mann für mich wirklich anziehend und attraktiv machen. Dinge, mit denen ein Sixpack nicht mithalten kann.

Männer sind anders. Und das ist gut.

Erwachsen

Ich finde es wundervoll, dass Männer oft kein Problem damit haben ihr inneres Kind raus zu lassen. Sie spielen mit kleinen Kindern ganz anders als wir Frauen. Sie behandeln Tiere mit einer anderen Sensibilität. Sie blödeln auf ihre eigene Art und Weise herum. Männer zocken auf der Playstation und imitieren viel zu schwierige Tanzschritte.

Bauen

Männer sammeln Miniaturautos und basteln Modelflugzeuge. Sie erschaffen und schaffen. Sie bauen ihre eigenen PCs oder Baumhäuser, und verbringen Stunden damit ins Feuer zu starren. Ihre Art sich zu spüren und zu erden ist besonders und schön.

Plan B

Ich mag es, dass Männer rational und linear denken. Sie sind lösungsorientiert und sehen immer das Wesentliche. Sie holen einen zu Boden und halten fest. Es ist ein sehr guter Ausgleich zum Weiblichen und wird zu unrecht oft als kalt oder gefühllos abgetan.

Stark

Ich finde es schön, wenn Männer ihre Hilfe anbieten, immer und immer wieder, und man beobachten kann, wie sehr sie aufblühen, wenn diese in Anspruch genommen wird.

Kavalier

Ich mag es, dass Männer uns emanzipierten Frauen nach wie vor ihre Jacke anbieten, die Türe aufhalten, oder die Einkäufe tragen. Sie folgen ihrem Instinkt der ihnen sagt, dass die Puzzleteile so einfach gut zusammen passen.

Emotionen

Männer gehen 'männlich' mit ihren Emotionen um: Konkret, kurz und unmissverständlich. Sie bringen diese so zum Ausdruck, dass jeder andere Mann sie auch versteht. Sie wissen genau, wann aufeinander Verlass ist, und wie sie das auf einfachstem und effektivstem Weg mitteilen können. Wenn ihnen etwas missfällt, ist es klar, und es gibt bei all dem einen Anfang und ein Ende.

Sensibel

Ich mag es, wenn Männer in seltenen Momenten ihre besondere Verletzlichkeit zeigen, sich öffnen und zugeben, dass sie auch unsicher sind oder sich ängstlich fühlen, über ihre Vergangenheit sprechen und sie in diesen Momenten zulassen, auch einmal beschützt zu werden.

Nähe

Ich liebe es, wenn Männer sich ankuscheln, anschmiegen und Wärme suchen, während sie stets darum bemüht sind auch welche zu schenken.

Mut

Männer kassieren Körbe. Immer, und immer wieder. Sie sprechen uns Frauen an und küssen zuerst – sie sind mutig, obwohl sie innerlich vor Aufregung oft zittern.

Erwartungen

Ich finde es beachtensswert, wie Männer mit ihrer eigenen Last umgehen. Sie sind genauso Opfer von Klischees und Sündenböcke für alles Mögliche.

Sie trauen sich 'Nein' zu sagen, Grenzen aufzuzeigen und zu sich zu stehen, unabhängig davon, was andere davon halten. Seit jeher liegt ein starker, gesellschaftlicher Druck auf ihnen, ob sie es wollen oder nicht. Sie müssen ihren 'Mann' stehen. Sie waren immer schon der Indianer der keinen Schmerz kennt darf.

Dies alles und noch mehr schätze ich an ihnen.

 

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