3 Minuten mit Mavi Phoenix

28. April 2017

Ihre erste EP hat sie noch gratis veröffentlicht. Inzwischen ist die Linzerin als Vorband von Bilderbuch auf Tour. Mavi Phoenix erobert mit ihrer Musik gerade nicht nur Österreich. 

Von Sarah Nadj

Mavi, du kommst ja aus Linz und wohnst jetzt in Wien. Bekanntlich ist die Hauptstadt aber in den Bundesländern nicht immer beliebt, war das bei dir auch so?

Nein, überhaupt nicht. Ich wollte schon immer so schnell wie möglich nach Wien. Linz ist irgendwie die ‚safe version‘ von Wien, zu langweilig.

Es ist schwer deinen Musikstil zusammenzufassen. Pop, Rap und irgendwie „edgy“?

Ich sage immer, dass Pop die Klammer für alle meine Songs ist. Ich habe ja selbst immer richtige Popmusik gehört. Aber natürlich haben die Songs auch eine „Edgyness“. Durch Künstler wie Tyler the Creator oder Kanye West bin ich zum Hip Hop gekommen und habe ihn einfließen lassen.

Zuletzt warst du als Vorband von Bilderbuch auf Tour. Da erwartet man seltsame Dinge...

(lacht) Seltsam nicht, aber es war sehr cool. Die Bilderbuch-Crew hatte einen Tischtennistisch dabei und wir haben täglich Turniere gespielt. Einmal waren auch alle zusammen im Kino und haben ‚Kong‘ angesehen, den schlechtesten Film aller Zeiten. Zu Fünfundzwanzigst haben wir dann angefangen den Film zu kommentieren – die restlichen vier Zuschauer waren echt genervt.

In Österreich zierst du bereits die Magazincover, aber du hast schon früh gesagt, dass du international berühmt werden willst und aus Österreich raus willst. Ist das noch immer dein Ziel?

Berühmt vielleicht nicht, aber ich möchte international erfolgreich werden. Und ich glaube auch, dass meine Lieder nicht nur in Österreich gut ankommen könnten. Eines meiner Lieder war jetzt in Kolumbien auf Platz 6 oder so, da hab ich mich natürlich richtig gefreut. Ich glaube auch, dass ich mal wo anders wohnen werde. In der Toskana zum Beispiel!

Hast du Erfolgstipps für junge, österreichische Nachwuchskünstler/innen?

Ich würde jedem raten am Anfang ganz viel live zu spielen! Viele Connections zu machen und zu den ganzen Parties zu gehen, auch wenn es manchmal nervt. Die Leute sollten auf jeden Fall dranbleiben und sich daran erinnern, dass die Musik immer das Wichtigste sein muss, nicht Instagram oder andere Sachen.

Du hast deine erste EP gratis zur Verfügung gestellt. Ist das auch ein Erfolgsrezept?

Ich denke schon, dass es eine gute Idee von mir war die EP erst einmal gratis zu veröffentlichen. Mir war klar, dass ich in Zukunft noch andere Alben machen möchte, also muss ich nicht gleich an der ersten EP etwas verdienen und so können die Leute meine Musik kennenlernen. Die Musik verbreitet sich auch etwas besser, bei mir haben es dann die richtigen Leute gehört.

Wärst du auch für Kollaborationen mit anderen österreichischen Künstlern offen? Yung Hurn zum Beispiel?

Wenn er Lust hat, soll er sich auf jeden Fall bei mir melden! Ich bin auf jeden Fall für alles offen und auch sehr interessiert an collaborations.

 

Name: Marlene Nader aka Mavi Phoenix

Alter: 21

Beruf: Sängerin und Rapperin, die ihre Beats und Lyrics selbst macht.

Besonderes: Ihr Musikstil, der sich zwischen Pop und Rap bewegt und von der Künstlerin noch mit Autotune bearbeitet wird, damit es den eigenen Mavi Phoenix-Touch bekommt.

 

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