Bio-Delikatessen mit sozialem Plus

11. April 2019

BioBalkan ist ein junges Unternehmen, das frische Bio-Produkte vom Balkan direkt in unsere Mägen bringt, und dabei kleine Bauern und Frauen aus benachteiligten Gruppen vor Ort unterstützt.

Der Balkan – eine Region mitten in Europa, für viele Österreicher ein Sehnsuchtsort, in dem die Sonne lange scheint und das Meer in Riechweite liegt. Und doch eine Region, die es nicht ganz ins Zentrum geschafft hat. Die Böden sind nahrhaft und sogar seltenes Obst gedeiht am Rande der Dörfer. Zwei Unternehmer wollen nun dieses Potential ausschöpfen, und dabei etwas Gutes für die Gesellschaft tun. 

 

Unterstützung für kleine Bauern

Hans-Jörg Hummer ist einer der Gründer von BioBalkan: einem Unternehmen, das eine kleine, aber feine Auswahl an Bio-Spezialitäten vom Balkan auf den heimischen Markt bringt. Er sorgt dafür mit finanzieller Unterstützung dafür, dass Bauern in Serbien, die ihren Betrieb auf Bio umzurüsten, mit den dazugehörigen Kosten fertig werden. Seit 20 Jahren gibt es schon Bestrebungen, am Balkan die Bio-Landwirtschaft voranzutreiben – mit einem Problem: „Einige Bauern stellen erst ihre Betriebe aufwändig um und bleiben dann auf ihren Produkten sitzen“, erklärt Hummer. Der Österreicher spricht fließend Serbisch, nachdem er fast 15 Jahre beruflich am Balkan soziale Projekte betreute und sich stark mit Themen wie regionaler und ländlicher Entwicklung, sowie Armut auseinandergesetzt hat. Wie es der Zufall wollte, fand er zu Slobodanka Pavlovic von Radanska Ruza (dt. die Rose vom Radangebirge), einem Social Business aus Serbien. In enger Zusammenarbeit stellt Radanska Ruza hochwertige Bio-Produkte her, deren exklusiver Abnehmer BioBalkan ist. „Für Bio-Produkte mangelt es oftmals an Kaufkraft“, so Pavlovic im Gespräch.

BioBalkan
(C) Soza Almohammad

 

Balkan-Klassiker in Handarbeit

Hans-Jörg Hummer versichert: „Bei Biobalkan steht nicht der Gewinn im Vordergrund, sondern die Hilfe vor Ort. Beschäftigt werden bei uns 30 bis 50 Frauen in einer der ärmsten Regionen Europas und die allesamt aus marginalisierten Gruppen stammen.“ Menschen mit Behinderung, Langzeitarbeitslose oder alleinerziehende Frauen aus den Dörfern stellen nach alten Familienrezepten in reiner Handarbeit und ohne maschinelle Hilfe die Klassiker der Balkanküche Ajvar, Maliđano und Pinđur her. „Wir bezahlen unsere Mitarbeiterinnen für Tätigkeiten, die sie seit Jahrzehnten unentgeltlich verrichtet hatten“, sagt Slobodanka Pavlovic. Unlängst wurde der Onlineshop eröffnet, bei dem man die Produkte im schicken Sechserpack bestellen kann – perfekt als delikates Geschenk. Wir sagen: „Prijatno!“ 

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