Agenten sterben einsam

25. März 2019

In Tom Clancy's: The Division 2 durchstreifen wir als Agenten das verwüstete Washington. Die US-Hauptstadt dient dabei als Kulisse für die Fortsetzung des Loot-Shooters aus dem Hause Ubisoft.

The Division 2 ist der bessere Loot-Shooter. Das muss man gleich einleitend sagen. Im Vergleich zum ersten Teil merkt man, dass sich die Entwickler das Feedback der Gamer-Community zu Herzen genommen haben. Washington, der Hauptsitz der US-Regierung, wurde ähnlich schwer wie New York von der "Dollarschein-Grippe" getroffen. Sechs Monate später sieht die Hauptstadt eher wie die Kulisse von "The Walking Dead" als die Hauptstadt der Vereinigten Staaten aus. Überlebende haben sich zu Wohnsiedlungen zusammen getan, die sich gegen marodierende Gangs und verrückte Nationalisten verteidigen müssen.

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Foto: (c) Ubisoft

Rauher Ton

In Washington gibt es deutlich mehr zu tun als in New York: zahlreiche Siedlungen warten auf unsere Unterstützung. Dabei geht es nicht unbedingt immer nur um Gegner ausschalten: machen brauchen simple Unterstüzung in Form von Wasser und Nahrungsmitteln oder Werkzeugen, damit sie die langsame Wiederherstellung einer zivilisierten Gesellschaft beginnen können. Der Ton ist auch rauher geworden: hier spricht man offen von Umlegen von Gegnern, hier wird nichts beschönigt.

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Foto: (c) Ubisoft

Loot to kill

Die zahlreichen Gefechte, für die Division bekannt ist kehren natürlich zurück: in Gebäuden und Außenflächen geht es zur Sache - dank der Agenten-Fähigkeiten und Special Skills behalten wir doch meist die Oberhand. Ich sage meist, denn speziell im Multiplayer-Modus neigt das Spiel manchmal dazu, soviele Gegnerwellen wie möglich zu schicken und die Spieler zu überrennen. Da hilft nichts als ein Respawn und eine bessere Aufteilung.

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Foto: (c) Ubisoft

Jagdtrieb

Das Erjagen und Sammeln der Gegenstände macht aber eigentlich den Hauptreiz von The Division 2 aus. Die Jagd nach der nächsten goldenen Waffe oder der nächsten Rüstung lässt die Stunden wie im Flug vergehen. Die Story gestaltet sich Clancy-typisch patriotisch, ist aber nicht weiter störend. Ein Hauch von Pathos und "Can-do-attitude" sorgt für die richtige Stimmung.

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Foto: (c) Ubisoft

Action-Sightseeing

Herausragend ist wieder einmal die geniale Abbildung von Sehenswürdigkeiten geworden. Wer schon immer einmal im Weißen Haus rumlaufen wollte und sich Museen in Washington auch ohne Flugticket anschauen will ist hier genau richtig. Mit einer richtigen Protion Action versehen wird jeder Museumsbesuch ein Knaller.

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Foto: (c) Ubisoft

Multiplayer

Der Multiplayer-Modus in The Division 2 ist eines jender Dinge, die die Langzeitmotivation hoch halten. Das wissen auch die Entwickler, die speziell für Clans Möglichkeiten bieten: dabei müssen bestimmte Aufgaben erreicht werden, dafür gibt es Loot-Kisten. Diese motivieren zum dauerhaften Zusammenspielen. Das gemeinsame Entwickeln von Siedlungen ist auch ein Ansporn geme und oft online zu gehen.

Fazit

The Divison 2 setzt direkt an die Spitze der Loot-Shooter Charts und liefert eine Referenz für gelungenes Teamspiel in diesem Rahmen ab. Die Gefechte bleiben fordernd, auch in höheren Levels und storytechnisch haben Clancy-Spiele selten Wünsche offen gelassen. Insgesamt macht das Spiel einen weitaus ausgereiften Eindruck als so manches Konkurrenzprodukt. Klare Kaufempfehlung!

 

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